Coeur Mining hat 2025 das stärkste Geschäftsjahr seiner modernen Geschichte abgeliefert – und trotzdem steht die Aktie unter Druck. Der Grund: Gold und Silber haben nach einem kurzen Spike infolge von Militärschlägen gegen Iran deutlich nachgegeben. Für ein Unternehmen, dessen Bewertung stark an die Edelmetallpreise gekoppelt ist, schlägt das direkt auf den Kurs durch.

Edelmetalle geben nach – Aktie folgt

Der Goldpreis kletterte kurzzeitig auf über 5.400 US-Dollar je Unze, nachdem US-amerikanische und israelische Streitkräfte am Wochenende Angriffe auf Iran geflogen hatten. Doch die Erholung hielt nicht: Aktuell notiert Gold bei rund 5.107 US-Dollar. Silber verlor sogar noch deutlicher – von einem Hochpunkt bei über 96 US-Dollar je Unze auf zuletzt etwa 83 US-Dollar.

Verstärkt wurde der Preisrückgang durch einen stärker werdenden US-Dollar, der als konkurrierendes sicheres Anlagemedium ebenfalls gefragt war. Da Edelmetalle in Dollar gehandelt werden, verteuert ein stärkerer Dollar die Rohstoffe für internationale Käufer – und dämpft die Preise.

Coeur Mining notiert derzeit knapp unter 20 Euro, damit rund 14 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch. Auf Jahressicht hat die Aktie allerdings mehr als 300 Prozent zugelegt – ein Beleg für die außergewöhnliche Volatilität im Edelmetallsektor.

Rekordjahrgang 2025

Die operativen Zahlen stehen in deutlichem Kontrast zur aktuellen Marktschwäche. Coeur hat 2025 den Umsatz auf 2,07 Milliarden US-Dollar nahezu verdoppelt und einen Nettogewinn aus fortgeführten Aktivitäten von rund 586 Millionen US-Dollar erzielt. Die Produktion belief sich auf 419.046 Unzen Gold und 17,9 Millionen Unzen Silber.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Coeur Mining?

Besonders bemerkenswert: Das Unternehmen hat seine Nettoverschuldung ins Positive gedreht. Der Kassenbestand stieg auf 553,6 Millionen US-Dollar, während die Gesamtschulden um 42 Prozent auf 340,5 Millionen US-Dollar sanken. Gleichzeitig wuchsen die nachgewiesenen Goldreserven auf 4,4 Millionen Unzen, die Silberreserven auf 274,4 Millionen Unzen.

Übernahme von New Gold als Wachstumshebel

Parallel zum starken Abschluss des Vorjahres treibt Coeur eine strategisch bedeutsame Transaktion voran: die geplante Übernahme von New Gold. Der Supreme Court of British Columbia hat die Transaktion bereits genehmigt; ausstehend ist noch die Freigabe nach dem Investment Canada Act. Der Abschluss wird in der ersten Jahreshälfte 2026 erwartet.

Mit den kanadischen Minen New Afton und Rainy River soll Coeur auf sieben nordamerikanische Standorte wachsen. Auf kombinierter Basis rechnet das Management mit rund 3 Milliarden US-Dollar EBITDA und 2 Milliarden US-Dollar Free Cash Flow – und einem Platz unter den fünf größten Silberproduzenten weltweit.

Die eigenständige Produktionsprognose für 2026 – ohne die New-Gold-Assets – sieht zwischen 390.000 und 460.000 Unzen Gold sowie 18,2 bis 21,3 Millionen Unzen Silber vor, was einem Silberwachstum von mehr als zehn Prozent entspricht.

Bewertung lässt wenig Spielraum

Mit einem Forward-KGV von rund 28 hatte die Aktie bereits einen erheblichen Teil der Edelmetall-Euphorie eingepreist. Das macht sie anfällig, wenn die Rohstoffpreise nachgeben – der aktuelle Kursrückgang ist insofern keine Überraschung.

Am 6. Mai 2026 legt Coeur die Ergebnisse des ersten Quartals vor. Der Bericht dürfte zeigen, wie stark die jüngste Preisschwäche bei Gold und Silber die Margen belastet hat – und ob die New-Gold-Integration planmäßig verläuft.

Coeur Mining-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Coeur Mining-Analyse vom 10. März liefert die Antwort:

Die neusten Coeur Mining-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Coeur Mining-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 10. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Coeur Mining: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...