Chalco treibt seine internationale Expansion voran und setzt verstärkt auf Nachhaltigkeit. Durch eine strategische Übernahme in Brasilien sichert sich der Konzern den Zugang zu Kapazitäten für emissionsarmes Aluminium. Parallel dazu bereitet das Unternehmen einen Umbau der Führungsebene und Kapitalmaßnahmen vor, während der globale Markt auf eine Angebotslücke zusteuert.

Strategischer Vorstoß im Bereich Green Aluminum

Ein zentraler Baustein der aktuellen Strategie ist das Abkommen mit Rio Tinto zur Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung an der Companhia Brasileira de Alumínio (CBA). Über ein Joint Venture, an dem die Chalco-Tochter Chinalco Hong Kong 67 % und Rio Tinto 33 % halten, wird der Anteil von Votorantim an CBA erworben. Die Transaktion hat ein Volumen von rund 902,6 Millionen US-Dollar.

CBA gilt als vertikal integrierter Produzent von CO2-armem Aluminium. Besonders wertvoll ist dabei das Portfolio an erneuerbaren Energien: Zum Unternehmen gehören 21 Wasserkraftwerke sowie Windparks mit einer Gesamtkapazität von 1,6 Gigawatt. Chalco stärkt damit nicht nur seine internationale Präsenz, sondern positioniert sich in einem Marktumfeld, das zunehmend nachhaltig produziertes Metall fordert.

Umbau im Management und Aktienrückkäufe

Auch auf der Führungsebene stehen Veränderungen an. Für den 27. März hat das Unternehmen eine außerordentliche Hauptversammlung in Peking einberufen. Die Aktionäre sollen dort über die Wahl von Zhang Ruizhong als Executive Director und Guo Gang als Non-Executive Director entscheiden. Dieser Schritt markiert eine personelle Neuausrichtung des Vorstands.

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Flankiert wird die Unternehmensstrategie durch Maßnahmen am Kapitalmarkt:
* Am 3. Februar wurden 660.800 zurückgekaufte Aktien eingezogen.
* Parallel dazu reduzierte der Vermögensverwalter BlackRock seine Position bei den H-Aktien von 6,23 % auf 5,65 %.

Marktumfeld signalisiert steigende Preise

Die globalen Rahmenbedingungen spielen Chalco derzeit in die Karten. Kann das Unternehmen die drohende Angebotsknappheit am Weltmarkt für sich nutzen? Marktbeobachter rechnen für das Jahr 2026 mit einem Defizit von etwa 200.000 Tonnen Primäraluminium. Grund dafür sind die Kapazitätsobergrenzen in China sowie Energieengpässe in anderen Förderregionen. Experten prognostizieren daher einen Preisanstieg von rund 12 %; erste Analysten halten Kurse von 3.000 US-Dollar pro Tonne für möglich.

Die konjunkturellen Signale aus China bleiben derweil gemischt. Während der private Einkaufsmanagerindex (PMI) im Januar auf 50,3 Punkte stieg und damit Wachstum signalisierte, fiel der offizielle Index auf 49,3 Punkte. Dennoch reagierte die Aktie heute positiv: Das Papier legte am chinesischen Markt um 1,98 % zu, während der Shanghai Composite Index um 1,41 % auf 4.123 Punkte stieg. Am 27. März entscheiden die Aktionäre nun über die neue Zusammensetzung des Boards.

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