Der weltgrößte Batteriehersteller Contemporary Amperex Technology (CATL) hat am Dienstag gleich drei strategische Weichenstellungen bekanntgegeben. Im Zentrum steht eine umfassende Fünfjahres-Kooperation mit dem Premium-Elektroautobauer Nio – eine Allianz, die beide Seiten technologisch und wirtschaftlich enger verzahnt als je zuvor. Parallel dazu investiert ein CATL-Partner 8,7 Milliarden Yuan in neue Produktionskapazitäten, während die Serienproduktion von Natrium-Ionen-Batterien für 2026 bestätigt wurde.

Nio kehrt zurück

In Hefei besiegelten CATL-Gründer Robin Zeng und Nio-Chef William Li die strategische Partnerschaft, die drei Kernbereiche umfasst: Technologie, Ökosystem und Marktexpansion. Das Abkommen sieht die gemeinsame Entwicklung langlebiger Batterien vor, die das drohende "Billion-Yuan-Problem" des Batterieaustauschs lösen sollen – eine Herausforderung, die mit der Alterung der ersten E-Auto-Flotten akut wird. Gleichzeitig wird die Kompatibilität mit Nios expandierendem Batteriewechsel-Netzwerk sichergestellt, in dem CATL mit seinen "Chocolate"-Wechselstationen ebenfalls massiv wächst.

Die Allianz markiert eine Kehrtwende: In den vergangenen Jahren hatte die Branche eine "De-CATL-Strategie" verfolgt, bei der Autobauer ihre Abhängigkeit vom Marktführer reduzierten. Nios Rückkehr zu einer engeren Bindung unterstreicht CATLs unverzichtbare Rolle bei Premium-Performance und Skalierung.

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Kapazitäten werden massiv ausgebaut

Zeitgleich kündigte Shenghua New Material, ein von CATL unterstützter Zulieferer, eine Investition von 8,7 Milliarden Yuan (1,2 Milliarden US-Dollar) an. In Ordos, Innere Mongolei, entstehen drei neue Werke, darunter eine Anlage mit einer Jahreskapazität von 500.000 Tonnen hochwertigem Lithium-Eisenphosphat-Kathodenmaterial (LFP). CATL erhöht derzeit seinen Anteil an Shenghua auf 51 Prozent und sichert sich damit die Lieferkette für LFP-Batterien – eine Chemie, die für kostengünstige E-Autos und Energiespeicher entscheidend ist.

Die Natrium-Ionen-Technologie wird ab 2026 in Pkw, Nutzfahrzeugen und Energiespeichern breit zum Einsatz kommen. Diese Batterien reduzieren die Abhängigkeit von Lithium und bieten bessere Leistung bei extremen Temperaturen.

Technologischer Vorsprung belegt

Eine aktuelle Morgan-Stanley-Studie liefert zusätzliche Argumente für CATLs Marktposition: Nach 2 Millionen gefahrenen Kilometern zeigten CATL-Batterien deutlich geringere Degradation als Konkurrenzprodukte. Während die Reichweite bei CATL-Zellen bei rund 400 Kilometer lag, sackte sie bei Wettbewerbern auf 350 Kilometer ab. Das Unternehmen hält im Zeitraum Januar bis November 2025 einen Marktanteil von 38,2 Prozent am globalen E-Auto-Batteriemarkt – deutlich vor BYD.

Die Aktie schloss am Dienstag mit einem Minus von 1,4 Prozent bei 372,31 Yuan, was eher der allgemeinen Marktstimmung geschuldet war. Mit über 1.325 "Chocolate"-Wechselstationen und den neuen Langzeitverträgen bleibt CATL trotz intensiven Preiswettbewerbs in der Branche dominant aufgestellt. Die Serienproduktion der Natrium-Ionen-Batterien und die Integration der neuen Shenghua-Kapazitäten werden 2026 richtungsweisend sein.

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