Cardano geht mit einem Spagat ins neue Jahr: Der Kurs hängt am unteren Ende der Spanne und testet frische Jahrestiefs, während die Community gleichzeitig ein Millionenbudget für zentrale Infrastruktur freigibt. Technische Schwäche auf der einen Seite, ein klarer Governance-Erfolg auf der anderen – dieses Spannungsfeld prägt den Jahresabschluss 2025. Wie wirkt sich dieser Mix aus Gegenwind und Fortschritt auf die kurzfristige Perspektive von ADA aus?

Technische Lage: Druck am Jahrestief

ADA notiert heute bei rund 0,33 US‑Dollar und damit exakt auf dem 52‑Wochentief, etwa 62 % unter dem Hoch von Anfang Oktober. Auch im kürzeren Rückblick zeigt sich Belastung: Rund 8 % Verlust in sieben Tagen und fast 20 % Minus in den letzten 30 Tagen, der Kurs liegt gut 20 % unter dem 50‑Tage‑Durchschnitt.

Der Relative-Stärke-Index (RSI) von 32,5 signalisiert einen deutlich angeschlagenen Momentum-Trend, ohne aber schon eine klare Überverkauft-Situation auszulösen. Charttechnisch bleibt damit der Bereich um 0,30 US‑Dollar als psychologische und technische Marke im Fokus: Ein Bruch nach unten würde die Schwächephase bestätigen, ein stabiler Rebound darüber wäre das erste konstruktive Signal.

Kurzfristig trifft ADA zudem auf strukturellen Gegenwind an den Börsen. Binance wird am 6. Januar 2026 die ADA/FDUSD-Spot- und Marginpaare streichen. Diese Paare stellen zwar nur einen kleineren Teil des täglichen Volumens, der Schritt reduziert aber dennoch die kurzfristige Liquidität und erhöht die Reibung für bestimmte Handelsstrategien – gerade in einer Phase, in der das übergreifende „Holiday-Sentiment“ die Aktivität im Kryptomarkt ohnehin dämpft.

Governance-Milestone: 70 Millionen ADA für Infrastruktur

Parallel zum schwachen Kursbild zeigt sich die Governance-Schiene von Cardano bemerkenswert aktiv. Die Community hat heute ein „Critical Integrations Budget“ über 70 Millionen ADA verabschiedet, ein Paket im Gegenwert von rund 24,6 Millionen US‑Dollar.

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Die Abstimmung fiel klar aus: 85 % der Delegierten stimmten zu, zudem gaben 6 von 7 Mitgliedern des verfassungsgebenden Komitees grünes Licht. Die Mittel sind zweckgebunden für die Integration von Dune Analytics und des Pyth Network – zwei Infrastrukturbausteine, die vor allem institutionellen Nutzern wichtig sind.

Im Kern geht es darum, den Zugang zu On‑Chain‑Daten und Oracle‑Services deutlich zu verbessern. Dune Analytics soll Auswertungen und Transparenz auf Protokoll- und Applikationsebene erleichtern, während Pyth verlässliche Echtzeit-Marktdaten auf die Chain bringt. Marktbeobachter sehen darin einen Schritt, um eine oft genannte Schwachstelle zu adressieren: das bislang begrenzte, professionelle Analyse- und Datenangebot rund um Cardano.

Ökosystem: Volatile Sidechain, Konflikt mit Gemini

Im weiteren Ökosystem ergibt sich ein gemischtes Bild. Die Midnight-Sidechain, ein auf Datenschutz fokussiertes Protokoll im Cardano-Umfeld, sorgt vor allem durch die Kursentwicklung des zugehörigen NIGHT‑Tokens für Schlagzeilen. Nach einem deutlichen Hoch im frühen Dezember ist der Token fast komplett zurückgefallen und liegt inzwischen rund 95 % unter seinem Spitzenwert bei etwa 0,088 US‑Dollar. Das unterstreicht, wie sensibel Nebenprojekte und neue Tokens auf Stimmungsumschwünge reagieren – unabhängig vom Hauptasset ADA.

Für zusätzliche Diskussionen sorgt heute ein öffentlicher Angriff von Cardano-Gründer Charles Hoskinson auf die US‑Börse Gemini. In einem Interview wirft er Gemini vor, durch die anhaltende Weigerung, ADA zu listen, in den vergangenen fünf Jahren auf rund 70 Millionen US‑Dollar an Einnahmen verzichtet zu haben. Hoskinson betont, es gehe nicht um technische Hürden, sondern um eine verpasste geschäftliche Chance. Brisant ist dabei vor allem der Kontrast: Gemini ist die einzige große Tier‑1‑Börse, die ADA weiterhin nicht integriert hat.

Fazit: Schwacher Kurs, starke Governance

Zum Jahresende steht ADA damit in einem klaren Spannungsfeld: Der Kursverlauf ist deutlich angeschlagen, die Marke von 0,33 US‑Dollar bildet aktuell den letzten Halt vor einem möglichen Rutsch in Richtung 0,30 US‑Dollar. Gleichzeitig sendet die Governance-Struktur mit dem bewilligten 70‑Millionen‑ADA‑Budget ein starkes Signal, dass zentrale Infrastrukturprojekte für 2026 finanziell abgesichert sind.

Kurzfristig dürften die Marktteilnehmer vor allem darauf achten, ob sich ADA über dem frischen Jahrestief stabilisieren und sich wieder in Richtung des zuvor wichtigen Bereichs um 0,34 US‑Dollar bewegen kann. Mittelfristig werden dagegen die Umsetzung der beschlossenen Integrationen sowie die weitere Entwicklung von Sidechains wie Midnight entscheidend sein, ob sich der aktuelle Fundamentalausbau irgendwann auch wieder im Kurs widerspiegelt.

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