Cardano: Wettbewerbsumfeld beleuchtet
Cardano arbeitet an seiner technischen Basis und am Regelwerk für die eigene Community, während der ADA-Kurs zuletzt leicht nachgegeben hat. Neue Governance-Beschlüsse, ein langfristiger Strategie-Rahmen bis 2030 und Fortschritte bei Partnerprojekten sollen das Netzwerk robuster und attraktiver machen. Entscheidend wird nun, ob diese Entwicklungen auch im Kurs und in der Nutzung ankommen.
Kursbild und Charttechnik
ADA notiert aktuell bei rund 0,36 US‑Dollar und liegt damit leicht unter dem Niveau der vergangenen Wochen. Gegenüber dem 50‑Tage-Durchschnitt von etwa 0,39 US‑Dollar zeigt sich ein moderater Rückstand, während der Abstand zum Jahrestief bei gut 8 % liegt – von einem Panikmodus ist der Markt also weit entfernt.
Technische Analysten sehen Cardano in einer klassischen Konsolidierungsphase. Auf dem Stundenchart wurde ein Dreiecks-Pattern identifiziert, in dem sich der Kurs in immer engeren Spannen bewegt. Kurzfristig rückt damit ein Ausbruchsszenario in den Fokus: Ein erster Zielbereich liegt um 0,38 US‑Dollar, weiter oben wird eine Zone um 0,48 US‑Dollar genannt, falls der Widerstand um 0,38 US‑Dollar überzeugend überwunden wird. Der RSI von rund 32 signalisiert dabei ein eher abgekühltes Sentiment, ohne klares Überverkaufssignal.
Governance: Neue Verfassung und 2030-Strategie
Verfassung 2.4 on-chain bestätigt
Auf der Governance-Seite hat Cardano einen wichtigen Meilenstein erreicht. Die aktualisierte Netzwerk-Verfassung (Version 2.4) wurde on-chain ratifiziert. 79,85 % der Delegierten Repräsentanten (DReps) stimmten zu, zudem votierten 6 von 7 Mitgliedern des Constitutional Committee für die Annahme. Die neue Fassung ist seit dem Epochenwechsel am 24. Januar 2026 in Kraft.
Wesentliche Änderungen sind:
- Budget-Definition gestrafft: „Budget Info Actions“ gelten nicht mehr als verfassungsrelevante Budgets.
- Schärfere Regeln für Treasury-Abhebungen: Anträge müssen vollständig in sich geschlossen sein, um Transparenz und Nachvollziehbarkeit zu erhöhen.
- Strengere Anforderungen für Off-Chain-Dokumente: Referenzen auf unveränderliche Unterlagen außerhalb der Blockchain werden klarer geregelt.
Damit schärft das Netzwerk seine Spielregeln für die Verwendung von Mitteln und die Dokumentation von Entscheidungen – ein Kernpunkt für langfristig tragfähige, dezentrale Governance-Strukturen.
Cardano 2030 Vision
Parallel dazu haben die DReps ein strategisches Rahmenwerk für die kommenden Jahre unterstützt. Die „Cardano 2030 Vision, Mission und Strategy“-Vorlage erhielt 67,80 % Zustimmung und repräsentierte dabei 3,77 Milliarden ADA Stimmgewicht. 200 DReps votierten mit Ja, 26 mit Nein, 19 enthielten sich.
Das Papier ist der erste umfassende Versuch, eine gemeinsame strategische Stoßrichtung des Ökosystems bis 2030 zu definieren. Es geht nicht um Detailumsetzung, sondern um ein gemeinsames Leitbild, an dem sich künftige Initiativen und Budgets ausrichten können.
Streit um Hard-Fork-Namen
Kontroverser verläuft eine Governance-Initiative zur Benennung des kommenden Protokoll-Updates (Version 11) als „van Rossem Hard Fork“ zu Ehren von Max van Rossem. In der stake-gewichteten Abstimmung liegt das Nein-Lager deutlich vorn: Rund 14,65 % der teilnehmenden Stimmanteile (850,11 Mio. ADA) sind dafür, 85,35 % (4,95 Mrd. ADA) dagegen. Ein großer Anteil der delegierten Stimmen ist noch nicht abgegeben; die Abstimmung läuft bis zum 13. Februar.
Formal handelt es sich um eine reine Informationsabstimmung ohne feste Ratifikationshürden. Sie liefert aber ein klares Bild der aktuellen Stimmungslage in der Community bei symbolischen Fragen.
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Ökosystem: Midnight, DeFi und Infrastruktur
Midnight-Partnerkette vor dem Vollbetrieb
Auf der Technologie-Seite macht die Privacy-Partnerkette „Midnight“ Fortschritte. Das Netzwerk ist in die sogenannte Kukolu-Phase eingetreten, die stabile Mainnet-Bedingungen und echte dApp-Deployments ermöglicht. Laut Fahrplan wird mit voller Aktivität innerhalb der nächsten 90 Tage gerechnet.
Midnight setzt auf „rationale Privatsphäre“: Nutzer und Unternehmen sollen granular steuern können, welche Informationen mit wem geteilt werden. Die Kette ist zudem auf Interoperabilität mit anderen Netzwerken wie Ethereum und Bitcoin ausgelegt. Gründer Charles Hoskinson sieht darin einen Hebel, um mehr DeFi-Anwendungen und Tokenisierungsprojekte mit Privacy-Anforderungen in das Cardano-Ökosystem zu holen.
DeFi-Aktivität und Skalierung
Auf Protokollebene hat Cardano inzwischen mehr als 118,4 Millionen Transaktionen verarbeitet. Im Dezember 2025 erreichte das Volumen auf dezentralen Börsen 450 Millionen ADA und übertraf damit den bisherigen Dezember-Höchstwert von 427 Millionen ADA aus dem Jahr 2024.
Zur Unterstützung weiterer Skalierung arbeitet das Leios-Team an der Feinstruktur des Netzwerks. Ein neuer Mempool-Visualizer soll Forschern und Entwicklern helfen, Transaktionsweitergabe, Reihenfolge und Fragmentierung besser zu verstehen. Solche Werkzeuge sind wichtig, um Engpässe zu identifizieren, bevor sie bei höherem Durchsatz zum Problem werden.
70-Millionen-ADA-Budget für Integrationen
Ein weiterer Baustein ist ein frisch genehmigter Budgetantrag über 70 Millionen ADA für „kritische Integrationen“. Die Mittel wurden mit Unterstützung des Constitutional Committee und mehr als 85 % Zustimmung der DReps bewilligt.
Geplant sind unter anderem:
- Integration des Preisorakels Pyth
- Anbindung von Dune Analytics für Daten- und Auswertungsfunktionen
- Unterstützung für einen Tier-1-Stablecoin
Ziel ist es, zentrale Infrastruktur-Komponenten bereitzustellen, die DeFi-Anwendungen und andere Use Cases auf Cardano attraktiver machen.
Einordnung und Ausblick
In Summe trifft ein eher abgekühltes Kursbild auf eine Reihe struktureller Fortschritte im Protokoll, der Governance und im Ökosystem. ADA liegt zwar deutlich unter früheren Hochs, befindet sich aber knapp über dem 52‑Wochen-Tief, während die Netzwerkaktivität und DeFi-Kennzahlen in einzelnen Bereichen neue Bestwerte markieren. Die kommenden Wochen werden vor allem zeigen, ob der identifizierte Konsolidierungstrend charttechnisch nach oben aufgelöst wird und ob Projekte wie Midnight, die 2030-Strategie und die finanzierten Integrationen tatsächlich zu mehr Nutzung und Liquidität auf der Kette führen.
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