Cardano: Regulierungs-Offensive
Charles Hoskinson geht die US-Regulierung scharf an, während Cardano sich auf den Start seiner wichtigsten technischen Neuerung seit Jahren vorbereitet. Der Gründer bezeichnet den Digital Asset Market CLARITY Act als „katastrophales Gesetz" – und das nur wenige Wochen vor dem Mainnet-Launch der Midnight-Sidechain Ende März.
Hoskinson attackiert CLARITY Act
Hoskinson hat dem CLARITY Act den Kampf angesagt. In einer Videobotschaft vom 3. März nannte er den Gesetzentwurf H.R. 3633 ein „katastrophales Müll-Gesetz", das praktisch alle digitalen Assets standardmäßig als Wertpapiere einstufen und der SEC weitreichende Kontrollbefugnisse einräumen würde.
Seine Kritik zielt auf das grundlegende regulatorische Design ab. Der aktuelle Entwurf würde neu eingeführte Token zunächst als Wertpapiere behandeln und sie unter SEC-Aufsicht stellen. Hoskinson befürchtet, dass Teams in langwierigen Genehmigungsverfahren feststecken, bevor sie in einen Commodity-Rahmen wechseln können.
Besonders deutlich wird der Dissens in der Bewertung durch Ripple-CEO Brad Garlinghouse, der meint, ein schlechtes Gesetz sei besser als gar keins. Hoskinson widerspricht vehement. Der CLARITY Act biete keinen Schutz für DeFi, Prediction Markets oder Stablecoins – letztere dürften laut Gesetzentwurf keine Renditen abwerfen.
Zwar könnten etablierte Projekte wie Cardano oder XRP von Bestandsschutzregelungen profitieren, doch künftige US-Krypto-Innovation würde ins Ausland abwandern. Das Gesetz habe das Potenzial, die heimische Branche abzuwürgen.
Senat blockiert
Der CLARITY Act passierte 2025 zwar das Repräsentantenhaus, hängt aber im Senat fest. Das Weiße Haus setzte eine Frist zum 1. März, bis zu der die Beteiligten ihre Differenzen beilegen sollten. Der Termin verstrich ohne öffentlich bekannten Kompromiss. Hauptstreitpunkt ist die intensive Lobbyarbeit rund um Stablecoin-Renditen – die Bankenbranche warnt vor massiven Einlagenabflüssen.
Polymarket-Daten zeigen eine Wahrscheinlichkeit von 74 Prozent, dass der CLARITY Act 2026 unterzeichnet wird – ein Anstieg von 9 Prozentpunkten gegenüber 65 Prozent.
Midnight Mainnet rückt näher
Während die Regulierungsdebatte tobt, steht Cardanos bedeutendste technische Weiterentwicklung der letzten Jahre kurz bevor. Hoskinson kündigte auf der Consensus Hong Kong an, dass die Privacy-Blockchain Midnight in der letzten Märzwoche live gehen wird.
Midnight nutzt Zero-Knowledge-Beweise für selektive Offenlegung. Nutzer entscheiden selbst, welche Daten sie teilen – der Rest bleibt privat. Als Partner Chain zu Cardano soll Midnight datenschutzkonforme dezentrale Anwendungen ermöglichen.
Anders als vollständig anonyme Privacy-Netzwerke verfolgt Midnight einen regulierungskompatiblen Ansatz. Transaktionsdaten können Behörden offengelegt werden, bleiben aber für die Öffentlichkeit verborgen. Das Ziel: Entwickler sollen konforme, datenschutzwahrende Smart Contracts für sensible Bereiche wie Finanzen, Gesundheit und Identitätsmanagement bauen können.
Enterprise-Validatoren
Google Cloud, MoneyGram, Vodafones Pairpoint und eToro werden als Launch-Nodes auf Midnight fungieren. Hinzu kommen Blockdaemon, AlphaTON Capital und Shielded Technologies – insgesamt sieben föderierte Node-Betreiber.
MoneyGram ist in über 200 Ländern aktiv und bringt Zahlungsinfrastruktur ein. Pairpoint, das Joint Venture von Vodafone und Sumitomo, steuert Telekommunikations- und IoT-Expertise bei. eToro repräsentiert mit über 35 Millionen Nutzern eine Brokerage- und Retail-Trading-Infrastruktur.
Der NIGHT-Token wurde im Dezember gelauncht und erreicht inzwischen eine Marktkapitalisierung von über 986 Millionen Dollar.
Parallel dazu ermöglicht die LayerZero-Integration Cross-Chain-Kommunikation. Cardano-DApps können künftig mit anderen großen Blockchains wie Ethereum und Solana interagieren.
Protokoll-Entwicklung
Jenseits von Midnight entwickelt sich Cardanos Infrastruktur weiter. Ein Intra-Era-Hardfork auf Protocol Version 11 im Februar 2026 brachte Verbesserungen für Plutus und Ledger-Sicherheit.
Die Entwicklungsdaten zeigen 683 Commits über 74 Code-Repositories mit über 63 Millionen geänderten Codezeilen. Das Ouroboros-Consensus-Repository führte mit 118 Commits, gefolgt von Mithril und Plutus.
Die Implementierung von Ouroboros Leios soll 2026 den Durchsatz signifikant steigern. Community-Ziele liegen bei rund 1.000 Transaktionen pro Sekunde.
Marktlage und Whale-Aktivität
ADA notiert bei 0,2584 Dollar mit einem 24-Stunden-Handelsvolumen von 492 Millionen Dollar. Das entspricht einem Minus von 4,8 Prozent binnen 24 Stunden und 8,9 Prozent über sieben Tage. Damit entwickelt sich Cardano schwächer als der Gesamtmarkt, der um 3,7 Prozent zulegte.
Großinvestoren verkauften vergangene Woche ADA im Wert von über 63 Millionen Dollar. Gleichzeitig zeigen On-Chain-Daten ein gemischtes Bild: Laut Santiment kauften Wallets mit 100.000 bis 100 Millionen ADA innerhalb von zwei Monaten über 454 Millionen Token hinzu.
Der Total Value Locked im Cardano-DeFi-Ökosystem fiel auf 137 Millionen Dollar – deutlich unter dem Niveau neu gestarteter Netzwerke.
Ausblick
Das Engagement großer Unternehmen wie Google, Vodafone und der Nasdaq-gelisteten Plattform eToro gilt als Vertrauenssignal für institutionelle Adoption. Analysten erwarten, dass die Partnerstruktur institutionelles Kapital anzieht, sobald das Mainnet läuft.
Die Roadmap 2026 fokussiert auf DeFi, Stablecoins und Real-World Assets, gestützt durch substanzielle Treasury-Mittel. Ob der Midnight-Launch und die Protocol-Version-11-Verbesserungen in erneuter On-Chain-Aktivität münden, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.
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