Cardano steht zu Jahresbeginn an einem spannenden Punkt. Auf der einen Seite bleibt die Stimmung am Kryptomarkt eher verhalten, auf der anderen Seite fließen Millionen aus der Treasury in den Ausbau von DeFi und Infrastruktur. Die entscheidende Frage: Reicht dieser strategische Schub, um aus der aktuellen Seitwärtsphase einen nachhaltigen Aufwärtstrend zu machen?

Chartbild: Erholung mit Bremsspuren

Nach einer deutlichen Erholung seit Anfang Januar pendelt ADA aktuell um die Marke von 0,40 US‑Dollar. Damit liegt der Kurs zwar rund 19 % über dem jüngsten Jahrestief bei 0,33 US‑Dollar, aber auch deutlich unter dem 52‑Wochen-Hoch von 0,87 US‑Dollar.

Technisch wirkt der Markt kurzfristig angeschlagen, aber nicht aufgegeben. Der Kurs notiert nahe dem 50-Tage-Durchschnitt, gleichzeitig signalisiert ein 14-Tage-RSI von 32,5 ein Umfeld knapp oberhalb der überverkauften Zone. Das passt zu einem Markt, der zwar unter Druck steht, aber noch Chancen für eine Gegenbewegung offenlässt.

Die hohe 30-Tage-Volatilität von knapp 65 % unterstreicht: Schwankungen bleiben die Regel, nicht die Ausnahme.

70 Millionen ADA für DeFi-Liquidität

Der wichtigste Impuls kommt derzeit nicht vom Chart, sondern von der On-Chain-Seite. Am 8. Januar wurde eine Treasury-Allokation von 70 Millionen ADA beschlossen – umgerechnet rund 27,4 Millionen US‑Dollar. Das Ziel ist klar: Liquiditätslücken im DeFi-Ökosystem schließen.

Konkret soll das Geld drei Bereiche adressieren:

  • Stablecoins: Anreize, um native USDC- und USDT-Liquidität auf Cardano zu bringen
  • Oracles: Integration des Pyth Network für hochfrequente Marktdaten
  • Brücken: Ausbau von Cross-Chain-Bridges zur EVM-Welt

Der Hintergrund: Trotz hoher Marktkapitalisierung hinkt Cardano im DeFi-Bereich hinterher. Das Total Value Locked (TVL) liegt mit rund 183 Millionen US‑Dollar deutlich unter den Werten von Ethereum oder Solana. Genau hier setzt das Treasury-Paket an – es soll mehr Kapital und Nutzer in die Protokolle auf der Chain ziehen und die Kluft zwischen Bewertung und tatsächlicher Nutzung verringern.

Auffällig: Größere Adressen hatten bereits Anfang Januar verstärkt zugekauft. On-Chain-Daten zeigen einen deutlichen Anstieg der Whale-Aktivität am 2. Januar, sowohl im Spot- als auch im Futures-Bereich. Diese Akkumulation ging der Governance-Entscheidung zur Treasury-Allokation voraus und deutet auf frühzeitige Positionierungen großer Marktteilnehmer hin.

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Midnight: Fokus auf Privacy-Anwendungen

Parallel zur DeFi-Offensive verschiebt sich ein Teil der Aufmerksamkeit auf ein weiteres strategisches Projekt: die Privacy-Sidechain Midnight. Gründer Charles Hoskinson hat bestätigt, dass Midnight 2026 im Zentrum seiner Arbeit stehen soll.

Der dazugehörige Token wurde Ende 2025 gestartet, die ersten datenschutzorientierten dApps sollen im Laufe des ersten Quartals 2026 live gehen. Gelingt der Start, könnte Midnight eine zusätzliche Nutzergruppe anziehen und Cardano neben DeFi auch als Plattform für Privacy-Anwendungen profilieren.

Institutionelles Interesse bleibt stabil

Trotz der verhaltenen Marktstimmung – der Crypto Fear & Greed Index liegt mit rund 41 im Bereich „Fear/Neutral“ – zeigen institutionelle Investoren weiter Rückgrat. Im jüngsten Rebalancing des Grayscale Smart Contract Fund bleibt Cardano mit einem Portfolioanteil von 18,55 % die drittgrößte Position.

Das signalisiert: Für professionelle Asset Manager gehört ADA weiterhin zu den Kernprojekten im Smart-Contract-Segment, zusammen mit Ethereum und Solana. Kurzfristige Schwankungen ändern daran offenbar wenig.

Fazit: Woche der Bewährungsprobe

In den kommenden Wochen entscheidet sich, ob der jüngste fundamentale Rückenwind auch im Kurs ankommt. Charttechnisch sind vor allem zwei Marken relevant: Auf der Oberseite bleibt ein Anlauf auf den Bereich um 0,42 US‑Dollar ein erster Schritt, um die aktuelle Schwächephase zu verlassen; auf der Unterseite wäre ein Rutsch in Richtung der Januar-Tiefs ein Rückschlag für die Erholung.

Operativ kommt es nun darauf an, wie schnell die freigegebenen 70 Millionen ADA tatsächlich in messbar höhere Liquidität und steigendes TVL umgesetzt werden und ob die ersten Midnight-dApps wie geplant im ersten Quartal starten. Gelingt beides, verbessert sich die Ausgangslage für einen nachhaltigeren Aufwärtstrend spürbar.

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