Zum Wochenschluss legte die Canopy-Growth-Aktie um knapp 4 % zu, getragen von Übernahmefantasie und neuer Zuversicht im Sektor. Parallel dazu wurden aber Insiderverkäufe von zwei Aufsichtsratsmitgliedern bekannt. Dieser Gegensatz zwischen Kursanstieg und Verkäufen aus dem Vorstandsgremium prägt den Einstieg ins neue Jahr.

Insiderverkäufe während Kursanstieg

Laut am Freitag veröffentlichten Meldungen haben zwei Directors ihre Positionen reduziert:

  • Theresa Yanofsky: Verkauf von 10.434 Aktien (Transaktionsvolumen rund 11.790 US-Dollar)
  • David Angelo Lazzarato: Verkauf von 15.715 Aktien (Transaktionsvolumen rund 17.757 US-Dollar)

Die absoluten Beträge sind überschaubar, doch der Zeitpunkt fällt auf: Die Transaktionen erfolgten, während die Aktie intraday um knapp 4 % zulegen konnte. Marktkommentatoren führen die Erholung vor allem auf anhaltende Übernahmegerüchte und Spekulationen über strategische Partnerschaften zurück, die seit den aggressiven Schritten Ende 2025 zugenommen haben.

Trotz der Insiderverkäufe schloss der Titel im Plus bei etwa 1,19 US-Dollar. Das Handelsvolumen war auffällig hoch, da der Markt weiterhin die jüngsten Expansionsschritte und die veränderte Regulierungslage einpreist.

MTL-Übernahme und Regulierung als Treiber

Die aktuelle Schwankungsbreite der Aktie steht im direkten Zusammenhang mit den Ereignissen im Dezember. Am 15. Dezember hatte Canopy Growth die Übernahme von MTL Cannabis für rund 125 Mio. kanadische Dollar angekündigt.

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Wesentliche Punkte der Transaktion:

  • MTL Cannabis ist cashflow-positiv – im Sektor eher die Ausnahme
  • Erwartete jährliche Kostensynergien: rund 10 Mio. kanadische Dollar

Zusätzlich erhielt der gesamte Cannabissektor Ende 2025 Rückenwind durch Berichte über eine neue Executive Order von Präsident Trump zur Umklassifizierung von Marihuana. Diese Aussicht auf regulatorische Entlastung löste eine breit angelegte Sektor-Rally aus und befeuerte die derzeitigen Übernahme- und Fusionsspekulationen.

Trotz der positiven Impulse bleiben die Fundamentaldaten belastet. Die letzten Berichte von Canopy Growth zeigen weiterhin deutlich negative Margen und anhaltende Cashflow-Probleme. Die MTL-Übernahme lindert Profitabilitätssorgen, beseitigt sie aber nicht. Vor diesem Hintergrund reagiert der Markt empfindlich auf jede neue Information – von strategischen Deals bis hin zu vergleichsweise kleinen Insiderverkäufen.

Ausblick: Zahlen und Kursmarken im Fokus

Der nächste zentrale Termin ist der Q3-Bericht des Geschäftsjahres 2026, der am 6. Februar veröffentlicht werden soll. Dann wird erstmals sichtbar, wie die Integration von MTL Cannabis verläuft und ob die angekündigten Synergien tatsächlich im Zahlenwerk ankommen.

Auf Analystenseite haben einige Häuser ihre Kursziele im Zuge der MTL-Transaktion und verbesserter Liquiditätskennzahlen (Current Ratio: 5,5) auf bis zu 2,50 kanadische Dollar angehoben. Insgesamt bleibt die Einstufung dennoch zurückhaltend im Bereich von „Halten“ bis „Reduzieren“, vor allem wegen der weiter bestehenden Umsetzungs- und Ergebnisrisiken.

Charttechnisch bewegt sich die Aktie im Bereich der Unterstützung knapp über 1 US-Dollar. Ein nachhaltiger Ausbruch über den jüngsten Widerstand bei rund 1,20 US-Dollar wäre ein positives Signal, das vor allem durch bestätigte Übernahmespekulationen oder starke Februar-Zahlen untermauert werden müsste. Umgekehrt könnte anhaltender oder ausgeweiteter Insiderdruck die Dynamik der jüngsten Erholung begrenzen und kurzfristig für Gegenwind sorgen.

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