BYD setzt mit einem neuen Batterie- und Ladepaket eine klare Marke in der E-Auto-Branche. Gleichzeitig rutschen die Verkäufe im Heimatmarkt spürbar ab. Entscheidend wird, ob die Technik-Offensive die Nachfrage in China wieder anschieben kann.

Blade Battery 2.0 und 1.500-kW-Laden

Auf einem Tech-Event in Shenzhen hat BYD am Donnerstag die Blade Battery 2.0 und ein neues „Flash-Charging“-System vorgestellt. Die Eckdaten sind ambitioniert: Laut BYD lädt die neue Batterie von 10% auf 70% in fünf Minuten und erreicht 97% in neun Minuten. Selbst bei minus 30 Grad sollen 20% bis 97% in 12 Minuten möglich sein.

Technisch bleibt BYD bei Lithium-Eisenphosphat (LFP), verspricht aber 5% höhere Energiedichte gegenüber der ersten Generation, eine längere Lebensdauer und strengere Sicherheitsstandards. In der Denza Z9GT nennt BYD eine Reichweite von 1.036 km nach CLTC.

Parallel kündigte Chairman Wang Chuanfu an, bis Jahresende in China 20.000 Flash-Charging-Stationen aufzubauen, davon 18.000 innerhalb bestehender Standorte. Die Stationen sollen bis zu 1.500 kW Spitzenleistung liefern. Zum Vergleich: Teslas in China eingeführte V4-Supercharger erreichen laut Artikel 500 kW.

Weil Ultra-Schnellladen das Stromnetz belasten kann, setzt BYD nach eigenen Angaben auf Speicherbatterien an den Stationen. Diese sollen sich über das öffentliche Ladenetz „auffüllen“ und die Energie dann für Schnellladungen abgeben. In den ersten zwei Monaten 2026 meldet BYD bereits 4.239 fertiggestellte Stationen.

Verkäufe in China unter Druck

Der Technik-Schub trifft auf ein schwieriges Absatzbild. Für Februar meldete BYD weltweit 190.190 verkaufte Fahrzeuge – 41% weniger als im Vorjahresmonat. Es ist laut Bericht der sechste Rückgang in Folge und der stärkste Einbruch seit Februar 2020.

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Am stärksten fielen Plug-in-Hybride (-44%). Reine Elektroautos gingen um 36% auf rund 79.539 Einheiten zurück. Als Hauptgrund für den Februar-Dämpfer nennt der Artikel die acht Tage lange Neujahrspause (15.–23. Februar), die Produktion und Geschäftstätigkeit bremste.

Dazu kommen strukturelle Faktoren: Seit Jahresbeginn gilt in China eine neue 5%-Kaufsteuer auf „New Energy Vehicles“, während frühere Subventionsprogramme ausgelaufen sind. Gleichzeitig wird der Wettbewerb enger. BYD lag 2024–2025 dem Text zufolge bei etwa 26–34% Marktanteil im chinesischen NEV-Markt, während Hersteller wie Geely und Leapmotor im wichtigen Mittelsegment Terrain gewinnen.

Exporte übernehmen die Führung

Trotz des Rückgangs gibt es eine auffällige Verschiebung: Erstmals in der Unternehmensgeschichte lagen die Exporte über den Inlandsverkäufen. Im Februar stiegen die Auslieferungen ins Ausland auf über 100.600 Fahrzeuge, rund 50% mehr als vor einem Jahr.

In Europa überholte BYD im Januar laut Artikel Tesla bei Neuzulassungen: mehr als 18.000 Registrierungen, nahezu dreimal so viel wie im Vorjahr, während Teslas Registrierungen um 17% sanken.

Um das Auslandsgeschäft zu stützen, baut BYD die Produktion international aus. Geplante Kapazitäten in Thailand, Usbekistan und Brasilien sollen zusammen langfristig 300.000 Fahrzeuge pro Jahr liefern. In Ungarn läuft die Testproduktion, die Serienfertigung soll im zweiten Quartal starten. Zudem will BYD sein Händlernetz in Deutschland bis Jahresende von 120 auf 300 Standorte ausbauen.

Strategisch ist das für ein großes Ziel wichtig: BYD peilt für 2026 insgesamt 1,3 Millionen exportierte Fahrzeuge an. Jefferies erwartet laut Bericht sogar 1,5 Millionen.

Neue Modelle und der Berichtstermin als nächster Prüfstein

Neben der Lade- und Batterietechnik zeigte BYD auch ein neues Elektro-SUV-Flaggschiff: den Great Tang. Geplant sind Varianten mit einem Motor (300 kW oder 370 kW) sowie eine Dual-Motor-Version mit zusammen 585 kW. Preise will BYD näher am Marktstart nennen; als Einstieg werden im Artikel über 400.000 Yuan erwartet.

Für den Markt rückt nun der nächste Fixpunkt in den Vordergrund: Am 26. März legt BYD den vollständigen Finanzbericht für das Geschäftsjahr 2025 vor. Der Bericht soll laut Text insbesondere Hinweise auf die Margenentwicklung nach der jüngsten Preispolitik liefern und zeigen, wie tragfähig die hohen Infrastruktur-Investitionen finanziell sind.

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