BYD Aktie: Schock-Quarterly erschüttert Anleger

BYD erlebt die erste Gewinnrückgang seit über drei Jahren – und der Einbruch ist massiv. Der chinesische E-Auto-Riese meldete für das zweite Quartal einen Nettogewinn von nur noch 6,4 Milliarden Yuan (894,74 Millionen Dollar). Das bedeutet einen dramatischen Rückgang von 29,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Noch im ersten Quartal hatte BYD ein Gewinnplus von 100,4 Prozent verbucht. Die Volatilität schlägt voll auf die BYD-Aktie durch.
Preis-Krieg zerreißt die Margen
Der aktuelle Kursverlauf spiegelt erbarmungslose Preiskämpfe im chinesischen E-Auto-Markt wider. Zwar stieg der Umsatz im Quartal um 14 Prozent auf 200,9 Milliarden Yuan, doch die Marge brach unter dem Wettbewerbsdruck ein. Chinesische Behörden griffen bereits ein:
- BYD verpflichtete sich mit anderen Herstellern, Lieferanten innerhalb von 60 Tagen zu bezahlen
- Die Regierung lud E-Auto-Produzenten zu Gesprächen über die Preispolitik ein
- Produktion wurde gedrosselt und Kapazitätserweiterungen verzögert
Liquidität unter Druck
Die finanzielle Belastung wird immer sichtbarer: Das Working Capital-Defizit von BYD schnellte bis zum 30. Juni auf 122,7 Milliarden Yuan hoch – nach 95,8 Milliarden Yuan Ende März. Gleichzeitig stieg die Verschuldungsquote auf 71,1 Prozent an. Die operativen Spielräume schwinden spürbar.
Verkaufsziel in weiter Ferne
Kann BYD seine ambitionierten Ziele überhaupt noch erreichen? Das Unternehmen peilt 5,5 Millionen Fahrzeugverkäufe weltweit in diesem Jahr an. Doch nach sieben Monaten wurden erst 2,49 Millionen Einheiten abgesetzt – lediglich 45 Prozent der Vorgabe.
Der Absatz im Heimatmarkt China fiel bereits drei Monate in Folge bis Juli. Die Produktion sank erstmals seit 17 Monaten. Nomura-Analysten erwarten nur noch 5 bis 5,2 Millionen Verkäufe. Dritte Bridge-Analystin Rosalie Chen stellt klar: "Die Aussichten, dass BYD seine ehrgeizigen Jahresziele erreicht, erscheinen pessimistisch."
Starker Marktplatz – aber wackliger Boden?
Trotz der Rückschläge bleibt BYD Teslas größter chinesischer Rivale und der weltgrößte E-Auto-Hersteller. Fast 80 Prozent des Umsatzes generiert das Unternehmen im heimischen Markt – eine Stärke, die nun zur Schwäche wird. Im Gesamthalbjahr zeigt sich noch Stärke: Gewinn plus 13,8 Prozent bei Umsatzwachstum von 23,3 Prozent. Doch reicht das, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen?
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