BP Aktie: Kriegsgewinner im Iran-Konflikt
Die Eskalation zwischen den USA und Iran treibt den Ölpreis in die Höhe – und beschert BP kurzfristig satte Gewinne. Seit Ausbruch der Kampfhandlungen am vergangenen Samstag ist der Ölpreis um mehr als 14 Prozent gestiegen. Gleichzeitig zeigt sich die Achillesferse fossiler Energien: Geopolitische Krisen können Versorgung und Preise binnen Stunden auf den Kopf stellen.
Tankerangriffe und Produktionsstopps
Die Lage am Persischen Golf spitzt sich dramatisch zu. Neun Schiffe kamen seit Samstag unter Beschuss, darunter Öl- und Flüssiggastanker. Am Donnerstag trafen Explosionen zwei weitere Tanker vor Irak und Kuwait. Rund 200 Schiffe ankern derzeit in offenen Gewässern vor den Küsten der Golfstaaten und können ihre Zielhäfen nicht erreichen. Die Straße von Hormus, durch die etwa ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssiggasversorgung fließt, ist faktisch blockiert.
BP evakuierte ausländisches Personal aus dem irakischen Rumaila-Ölfeld, nachdem zwei nicht identifizierte Drohnen auf dem Gelände landeten. Bagdad musste die Ölproduktion um fast 1,5 Millionen Barrel pro Tag drosseln – die Lager sind voll, Tanker können nicht beladen werden.
Europäische Gasversorgung unter Druck
Auch beim Erdgas verschärft sich die Situation. Ein europäischer Benchmark-Gaspreis kletterte am Donnerstag um über 5 Prozent auf 51,30 Euro pro Megawattstunde. Seit Wochenbeginn summiert sich das Plus auf rund 50 Prozent. Katar, das 20 Prozent der weltweiten Flüssiggasversorgung stellt, hat die Produktion eingestellt.
Für BP zahlt sich die Krise doppelt aus: Steigende Öl- und Gaspreise treiben die Margen. Gleichzeitig ist der Konzern über Atlantic LNG in Trinidad positioniert. Die Anlage gehört zu gleichen Teilen BP, Shell und der National Gas Company of Trinidad. Sie produzierte 2025 neun Millionen Tonnen Flüssiggas – deutlich unter der Nennkapazität von zwölf Millionen Tonnen wegen Gasknappheit in Trinidad. Shell unterzeichnete am Donnerstag mehrere Abkommen mit Venezuela, die das Dragon-Gasprojekt vorantreiben sollen. Ab dem dritten Quartal 2027 könnte Gas nach Trinidad exportiert werden und die Auslastung von Atlantic LNG erhöhen.
Die Frage ist, wie lange der Krieg die Energiemärkte im Würgegriff hält. Russlands Präsident Wladimir Putin drohte, Gaslieferungen nach Europa sofort zu stoppen. Für BP bedeutet das kurzfristig sprudelnde Einnahmen. Langfristig offenbart der Konflikt jedoch die Verwundbarkeit fossiler Lieferketten.
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