BP stellt seine Strategie neu ein – und das hat Folgen für die Bilanz. Der Energiekonzern rechnet für das vierte Quartal 2025 mit milliardenschweren Abschreibungen, gleichzeitig läuft das Ölhandelsgeschäft schwächer. Entscheidend wird nun, ob die anstehenden Jahreszahlen zeigen, dass der Kurswechsel tatsächlich höhere Renditen ermöglicht.

Milliarden-Abschreibung durch Strategiewechsel

BP erwartet für das vierte Quartal 2025 eine Wertberichtigung zwischen 4 und 5 Milliarden US‑Dollar. Diese Abschreibung betrifft vor allem das Segment Gas und „Low Carbon Energy“. Hintergrund ist, dass das Management Investitionen weg von einigen Projekten der Energiewende und wieder stärker hin zum klassischen Öl- und Gasgeschäft lenkt.

Mit dieser Neuausrichtung verfolgt BP das Ziel, kurzfristig höhere Erträge und profitableres Wachstum zu erreichen. Projekte, die in diesem Rahmen nicht mehr die gewünschte Rendite versprechen, verlieren an bilanzieller Bedeutung – das spiegelt sich nun in den kräftigen Wertminderungen wider.

Schwache Handelssparte belastet zusätzlich

Zu den hohen Abschreibungen kommt nach Unternehmensangaben ein schwaches Ergebnis im Ölhandel im vierten Quartal 2025. Diese Sparte hatte in der Vergangenheit oft für stabile Zusatzgewinne gesorgt. Fällt dieser Beitrag geringer aus, verschlechtert das den Gesamteindruck der Quartalsbilanz.

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Die Kombination aus erheblicher Wertberichtigung und unterdurchschnittlichem Trading-Ergebnis lastet derzeit auf der Aktie. Am Donnerstag schloss das Papier bei 5,03 Euro und liegt damit rund 10 % unter dem 52‑Wochen-Hoch, bleibt aber klar über dem Tief der vergangenen zwölf Monate.

Wichtige Baustellen für die Aktie

Mehrere Punkte bestimmen aktuell, wie der Markt die BP Aktie einordnet:

  • Hohe Wertberichtigung: Abschreibung von 4 bis 5 Milliarden US‑Dollar im vierten Quartal 2025.
  • Strategische Neuausrichtung: Verlagerung des Fokus weg von ausgewählten Low-Carbon-Aktivitäten zurück zu Öl und Gas.
  • Schwache Trading-Ergebnisse: Das Ölhandelsgeschäft wird für das Quartal als unterdurchschnittlich eingeschätzt.
  • Gemischte Kursentwicklung: Kurzfristiger Druck, aber kein Bruch des längerfristigen Aufwärtstrends der vergangenen zwölf Monate.

Damit steht BP vor der Aufgabe, die finanzielle Belastung durch die Abschreibung zu erklären und gleichzeitig zu zeigen, dass der Strategiewechsel auf Sicht Mehrwert schafft.

Ausblick auf die Zahlen im Februar

Die vollständigen Daten zum vierten Quartal und zum Gesamtjahr 2025 will BP am 10. Februar 2026 vorlegen. Dann wird sichtbar, wie stark sich die Wertberichtigung und das schwache Trading tatsächlich auf Gewinn, Cashflow und Verschuldung auswirken. Ebenso wichtig wird sein, wie konkret das Management die künftige Investitionsverteilung zwischen fossilen Projekten und niedrigeren Emissionen beschreibt – davon dürfte abhängen, ob der aktuelle Druck auf die Aktie nachlässt oder sich verstärkt.

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