Bombardier Aktie: Handelsstreit entschärft
Die drohenden Wolken eines transatlantischen Handelskonflikts haben sich für Bombardier verzogen. Nach massiven Zolldrohungen aus den USA sorgt eine regulatorische Einigung in Kanada nun für Erleichterung am Markt. Gleichzeitig untermauert der Flugzeugbauer seine Erholung mit starken operativen Fortschritten und einem gezielten Schuldenabbau.
Entspannung an der Handelsfront
Der Kern der jüngsten Kursgewinne liegt in der Deeskalation eines drohenden Zollstreits zwischen den USA und Kanada. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor mit Importzöllen von 50 Prozent auf kanadische Flugzeuge gedroht, sollte Kanada die Zertifizierung von konkurrierenden Gulfstream-Jets verweigern. Da die kanadischen Behörden nun die Zulassung für wichtige Gulfstream-Modelle erteilt haben, ist diese unmittelbare Bedrohung für Bombardier weitgehend vom Tisch.
Zusätzlich stützte ein Urteil des US Supreme Court die Stimmung, das weitreichende Zollbefugnisse der US-Regierung einschränkte. Für Bombardier bedeutet dies eine deutliche Senkung der regulatorischen Risiken, die den Kurs in den Wochen zuvor noch belastet hatten.
Operative Stärke und Schuldendisziplin
Hinter der politischen Entspannung stehen zudem robuste fundamentale Daten. Im Geschäftsjahr 2025 lieferte Bombardier 157 Flugzeuge aus und steigerte den Jahresumsatz um zehn Prozent auf 9,55 Milliarden US-Dollar. Besonders deutlich verbesserte sich der freie Cashflow, der mit über einer Milliarde US-Dollar massiv über dem Vorjahreswert liegt. Doch wie nachhaltig ist dieser Aufschwung?
Das Management nutzt die verbesserte Finanzlage konsequent für eine strategische Entschuldung. Erst vor wenigen Tagen wurde eine Anleihe im Wert von 500 Millionen US-Dollar vorzeitig bedient. Eine weitere Zahlung von 250 Millionen US-Dollar im kommenden Monat soll die Schuldenlast und die damit verbundenen Zinskosten weiter drücken, um die strukturelle Liquidität zu erhöhen.
Rekordlauf an der Börse
Die Kombination aus politischem Rückenwind und starken Zahlen trieb das Papier am Freitag auf ein neues 52-Wochen-Hoch von 171,55 Euro. Damit setzt die Aktie ihre beeindruckende Serie fort und verzeichnet auf Sicht von zwölf Monaten ein Kursplus von über 183 Prozent.
Der prall gefüllte Auftragsbestand von 17,5 Milliarden US-Dollar bietet dem Unternehmen nun eine solide Planungssicherheit für die kommenden Produktionszyklen. Mit dem geplanten Abschluss der Anleiherückzahlung im nächsten Monat fokussiert sich Bombardier nun vollständig auf die Abarbeitung dieses hohen Backlogs.
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