Bitcoin erholt sich – und das ausgerechnet in einem Umfeld, das alles andere als ruhig ist. Geopolitische Spannungen, ein technisches Warnsignal und zwei völlig gegensätzliche Akteure prägen das aktuelle Marktbild.

Bhutan verkauft, Strategy kauft

Auf der einen Seite steht das kleine Himalaya-Königreich Bhutan. Die staatliche Investmentgesellschaft Druk Holding and Investments (DHI) baut ihre Bitcoin-Reserven planmäßig ab. Allein in diesem Jahr wurden bislang rund 42,5 Millionen US-Dollar in Bitcoin und USDT transferiert – zuletzt 175 BTC im Wert von knapp 12 Millionen Dollar. Derzeit hält DHI noch etwa 5.400 BTC.

Bhutan hatte seine Coins durch überschüssige Wasserkraft geschürft, der Einstandspreis liegt faktisch bei null. Jeder Verkauf ist damit reiner Gewinn. Die Transfers folgen einem gleichmäßigen Muster ohne erkennbaren Bezug zu aktuellen Kursbewegungen – ein geplanter Abbau der Staatsreserven, kein Krisenverkauf.

Auf der anderen Seite steht Strategy Inc. Das Unternehmen kaufte zwischen dem 2. und 8. März rund 18.000 Bitcoin für etwa 1,28 Milliarden US-Dollar – finanziert über Aktienverkäufe und Vorzugsaktien. Es war der 102. Kauf und der elfte in Folge. Strategy hält damit nun 738.731 BTC, was rund 3,5 Prozent des gesamten weltweiten Bitcoin-Angebots entspricht.

Technisches Warnsignal, starke ETF-Zuflüsse

Der Zeitpunkt dieser Käufe fällt mit einem bemerkenswerten technischen Signal zusammen: Auf dem 3-Tages-Chart hat sich ein sogenanntes Death Cross gebildet – der 50-Perioden-Durchschnitt unterschritt den 200-Perioden-Durchschnitt. Das letzte vergleichbare Signal trat 2022 auf und markierte damals den Beginn einer ausgedehnten Talfahrt.

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Gleichzeitig kehren Kapitalzuflüsse in US-amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs zurück. In den vergangenen fünf Handelstagen flossen rund 1,4 Milliarden Dollar in diese Produkte. Seit Monatsbeginn summieren sich die Nettozuflüsse auf knapp 700 Millionen Dollar. Analysten von Bitfinex weisen allerdings darauf hin, dass ETF-Zuflüsse nicht eins zu eins als sofortige Spot-Nachfrage zu werten sind: Autorisierte Teilnehmer verkaufen ETF-Anteile oft leer, bevor sie den zugrundeliegenden Bitcoin kaufen – was den tatsächlichen Kaufdruck zeitlich verzögert.

Institutionalisierung als zweischneidiges Schwert

Bitcoin notiert aktuell rund 25 Prozent unterhalb seines 200-Tage-Durchschnitts und hat seit dem Allzeithoch im Oktober 2025 bei rund 124.000 Dollar erheblich an Wert verloren. Die Erholung der vergangenen Woche – ein Plus von rund 8 Prozent allein heute – findet vor dem Hintergrund eines anhaltenden Nahost-Konflikts statt, der die Märkte insgesamt belastet.

Auffällig: Während Gold seit Freitag rund 2 Prozent verlor, legte Bitcoin im gleichen Zeitraum etwa 12 Prozent zu. Die zunehmende Verflechtung mit dem Nasdaq und anderen Risikoassets macht Bitcoin jedoch anfälliger für makroökonomische Schwankungen. Große Wallets zeigen derzeit kaum Bewegung – Marktteilnehmer mit über 1.000 BTC warten offenbar auf ein klareres Richtungssignal.

Rony Szuster, Head of Research bei Mercado Bitcoin, sieht den aktuellen Abschwung als potenziell langanhaltend: Folgt der Zyklus historischen Mustern, könnte die Korrekturphase bis Ende 2026 andauern.

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