Bitcoin startet in den März unter dem Eindruck gleich zweier Kräfte, die kaum gegensätzlicher sein könnten: Geopolitik und Regulierung. Am Wochenende zeigte sich, wie schnell Schlagzeilen den Kurs durchschütteln können. Gleichzeitig richtet sich der Blick vieler Marktteilnehmer nach Washington, wo ein Gesetz die Spielregeln für Krypto grundlegend ordnen könnte.

Wochenende als Stresstest

Auslöser der heftigen Bewegung waren US- und israelische Luftangriffe auf den Iran. In der Folge rutschte Bitcoin am Samstag deutlich ab, drehte aber am Sonntag wieder nach oben, nachdem iranische Staatsmedien den Tod des Obersten Führers Ayatollah Ali Khamenei meldeten. Händler werteten die Nachricht als Hinweis darauf, dass ein Konflikt womöglich schneller begrenzt werden könnte – das stützte die Risikobereitschaft in Krypto.

Auffällig: Der Kryptomarkt fungierte erneut als eine Art „Druckventil“, weil er rund um die Uhr handelbar ist, während klassische Märkte am Wochenende geschlossen bleiben. Dadurch konzentriert sich die Reaktion auf Headline-Risiken besonders stark auf Bitcoin & Co.

Die Schwankung war dabei nicht nur optisch groß, sondern auch technisch schmerzhaft: Laut Quelltext wurden binnen weniger als 24 Stunden rund 157.000 gehebelte Positionen aufgelöst, insgesamt standen etwa 657 Millionen US-Dollar an Liquidationen über Longs und Shorts im Raum. Solche Kettenreaktionen verstärken Bewegungen zusätzlich – gerade bei dünnerer Liquidität am Sonntag.

Erholung – aber auf wackligem Fundament

Trotz der Gegenbewegung bleibt das Umfeld für Bitcoin angespannt. Der Quelltext beschreibt einen seit Monaten laufenden Abverkauf, der bereits im Oktober mit der Bereinigung großer gehebelter Positionen Fahrt aufnahm. Zudem habe Bitcoin Schwierigkeiten gehabt, an Erholungen anderer „sicherer Häfen“ anzuknüpfen.

Auch institutionell wirkt das Bild vorsichtig: Institutionelle Anleger reduzierten ihre Bitcoin-ETF-Positionen im vierten Quartal um 25.000 BTC. Zudem wird von jüngsten ETF-Abflüssen in Höhe von fast 316 Millionen US-Dollar berichtet. Ein Marktteilnehmer brachte es so auf den Punkt: Die „echte“ Preisfindung könnte erst zu Wochenbeginn stattfinden, wenn US-Aktienmärkte und Bitcoin-ETFs wieder öffnen.

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Zu den bereitgestellten Kursdaten passt dieses Spannungsfeld: Auf 30-Tage-Sicht liegt Bitcoin rund 24% im Minus – trotz einzelner kräftiger Gegenbewegungen.

Clarity Act: Das politische Gegengewicht

Parallel zur geopolitischen Lage läuft in den USA eine Debatte, die für den Markt strukturell mindestens ebenso wichtig werden könnte: der „Digital Asset Market Clarity Act“. JPMorgan sieht in einer möglichen Verabschiedung zur Jahresmitte einen potenziellen positiven Katalysator für die zweite Jahreshälfte – vor allem, weil das Gesetz mehr regulatorische Klarheit schaffen und „Regulierung durch Durchsetzung“ zurückdrängen soll.

Konkret würde der Entwurf Zuständigkeiten zwischen CFTC und SEC klarer abgrenzen und Token als digitale Rohstoffe oder als Wertpapiere klassifizieren. Laut JPMorgan könnte eine stärkere CFTC-Zuordnung für große Token Compliance-Last und Rechtsunsicherheit reduzieren. Eine „Grandfather“-Regel würde zudem bestimmte Token mit Spot-ETF-Bezug (vor dem 1. Januar 2026 gelistet) als Rohstoffe behandeln – genannt werden unter anderem XRP, Solana, Litecoin, Hedera, Dogecoin und Chainlink. Außerdem sieht der Vorschlag vor, dass neue Projekte bis zu 75 Millionen US-Dollar pro Jahr aufnehmen können, ohne eine vollständige SEC-Registrierung – allerdings mit Offenlegungspflichten.

Der Haken: Im Senat stockt es. Eine geplante Bearbeitung im Senate Banking Committee wurde Anfang 2026 verschoben, nachdem Coinbase seine Unterstützung öffentlich zurückzog und den Text als innovationshemmend kritisierte. Ende Februar signalisierte Coinbase-CEO Brian Armstrong laut Quelltext zwar wieder einen „Weg nach vorn“, doch die politischen Hürden bleiben real.

Was diese Woche entscheidend wird

Kurzfristig hängt die Richtung an zwei Fronten: an der weiteren Entwicklung des US-Iran-Konflikts und daran, ob der Clarity Act im Senat wieder Fahrt aufnimmt. Konkret dürfte schon der Wochenstart wichtig werden: Wenn die US-Börsen und die Bitcoin-ETFs nach dem Wochenende wieder öffnen, zeigt sich, ob die Käufer die Erholung tragen – oder ob die nächste Welle Verkaufsdruck aus dem institutionellen Lager kommt.

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