Bitcoin: Zwischen Konsolidierung und Hoffnung
Bitcoin hat am Dienstag die Marke von 92.500 US-Dollar überschritten – angetrieben von US-Inflationsdaten, die genau im Rahmen der Erwartungen lagen. Die Kryptowährung bewegt sich seit Jahresbeginn in einer engen Handelsspanne zwischen 88.000 und 94.500 Dollar. Während institutionelle Investoren weiter Kapital in Bitcoin-ETFs pumpen, bleibt die Frage: Reicht das aus, um den nächsten Ausbruch zu zünden?
Inflationsdaten stützen Fed-Kurs
Die US-Verbraucherpreise stiegen im Dezember um 2,7 Prozent im Jahresvergleich – unverändert zum Vormonat und deckungsgleich mit den Schätzungen. Die Kerninflation lag mit 2,6 Prozent sogar leicht unter der erwarteten 2,7 Prozent.
Die Daten passen ins Bild einer sich stabilisierenden Wirtschaft. Die Fed wird ihre Zinsen im Januar mit 95-prozentiger Wahrscheinlichkeit nicht anrühren. Goldman Sachs rechnet erst im Juni und September mit Zinssenkungen – später als zuvor erwartet. Matt Mena von 21shares kommentiert: "Die abkühlenden Kerndaten erhöhen die Chancen auf weitere Zinssenkungen in diesem Jahr, trotz des politischen Lärms."
ETF-Zuflüsse bleiben robust
US-Bitcoin-Spot-ETFs verzeichneten am jüngsten Handelstag Nettozuflüsse von 116,67 Millionen Dollar. Die kumulierten Zuflüsse seit Start der Produkte liegen bei 56,52 Milliarden Dollar. Fidelitys FBTC führte mit einem Plus von 111,75 Millionen Dollar, gefolgt von Grayscales GBTC mit 64,25 Millionen Dollar. BlackRocks iShares Bitcoin Trust (IBIT) verzeichnete dagegen Abflüsse von 70,66 Millionen Dollar.
BlackRock hält mit rund 773.898 BTC die größte institutionelle Bitcoin-Position unter allen Vermögensverwaltern. Am Dienstag transferierte der Asset Manager etwa 3.290 BTC im Wert von 298 Millionen Dollar zu Coinbase Prime – eine Routinetransaktion im Rahmen von ETF-Erstellung und -Rücknahmen.
On-Chain-Daten zeigen gemischtes Bild
Die Mining-Schwierigkeit fiel bei der ersten Anpassung 2026 leicht auf 146,4 Billionen. Die durchschnittliche Blockzeit liegt bei 9,88 Minuten – etwas schneller als das Protokoll-Ziel von zehn Minuten. Die nächste Schwierigkeitsanpassung wird um den 22. Januar erwartet.
Interessant: Große Wallets mit 1.000 bis 10.000 BTC akkumulieren derzeit weniger, während kleine Wallets mit unter einem BTC seit Mitte November verstärkt zugreifen. Laut Glassnode sind die realisierten Gewinne von über einer Milliarde Dollar pro Tag im vierten Quartal 2025 auf zuletzt 183,8 Millionen Dollar gefallen – ein Zeichen für nachlassenden Verkaufsdruck.
Optionsmarkt zeigt verhaltenem Optimismus
Der Crypto Fear and Greed Index notiert unverändert bei 41 Punkten – neutral. Trader bleiben vorsichtig, nachdem Bitcoin im November über 30 Prozent von seinem Allzeithoch bei 126.000 Dollar eingebrochen war.
Am Optionsmarkt häuft sich das Call-Open-Interest um die 100.000-Dollar-Marke für das Verfallsdatum am 30. Januar. Institutionelle Investoren positionieren sich für moderates Aufwärtspotenzial, ohne übertriebene Euphorie zu zeigen.
Regulierung nimmt Form an
US-Senatoren präsentierten am Montag einen Gesetzentwurf für einen regulatorischen Rahmen für Kryptowährungen. Die Verabschiedung wurde auf die letzte Januarwoche verschoben, um parteiübergreifende Unterstützung zu sichern. VanEck-CEO Jan van Eck bezeichnet 2026 als "Risk-on"-Jahr und sieht digitale Assets neben KI und Gold als attraktive Chancen nach den Korrekturen von Ende 2025.
Bitcoin bleibt vorerst in seiner Konsolidierungszone gefangen. Ein nachhaltiger Ausbruch über 92.500 Dollar könnte den Weg bis 96.000 Dollar öffnen. Bis dahin dominiert Abwarten.
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