Bitcoin: Warsh-Schock vergeht
Donald Trump hat am 30. Januar Kevin Warsh als neuen Chef der Federal Reserve nominiert – und die Märkte reagierten panisch. Bitcoin stürzte unter 83.000 Dollar, Anleger flüchteten aus ETFs, über 267.000 Positionen wurden zwangsliquidiert. Doch die Panik könnte auf einem Missverständnis beruhen.
Warsh ist nicht mehr der Hardliner von damals
Die Verkaufswelle folgte einem simplen Reflex: Warsh galt in den 2000er-Jahren als Verfechter strammer Geldpolitik, als Falke, der Defizite bekämpfte und höhere Zinsen befürwortete. Doch diese Lesart übersieht eine entscheidende Wendung.
In jüngsten Interviews hat sich Warsh klar zur Wirtschaftsagenda Trumps bekannt. Er kritisierte die Fed öffentlich dafür, zu langsam mit Zinssenkungen zu sein, und forderte einen "Regimewechsel" in der geldpolitischen Umsetzung – zugunsten von Wachstum. Das ist das Gegenteil einer restriktiven Haltung.
Die Märkte preisen nun um. Was zunächst als Drohung höherer Zinsen interpretiert wurde, könnte sich als Wende hin zu mehr Liquidität herausstellen.
Rekordabflüsse und Zwangsliquidierungen
Noch am 29. Januar floh institutionelles Kapital in Rekordgeschwindigkeit. US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten Abflüsse von insgesamt 817,8 Millionen Dollar – der höchste Tageswert des Jahres 2026.
- BlackRock's IBIT: rund 317,8 Millionen Dollar Abflüsse
- Fidelity's FBTC: über 168 Millionen Dollar Abflüsse
Die Liquiditätskrise griff auf den Derivatemarkt über. Innerhalb von 24 Stunden wurden Positionen im Wert von 1,68 Milliarden Dollar zwangsliquidiert, über 90 Prozent davon Long-Positionen. Bitcoin durchbrach die Unterstützung bei 85.000 Dollar und steht aktuell bei rund 82.600 Dollar – dem 52-Wochen-Tief.
Regulierung: Durchbruch im Senat
Während die Kurse fielen, passierte in Washington etwas Bedeutendes. Der Agrarausschuss des Senats stimmte am 29. Januar mit 12 zu 11 Stimmen für den Digital Commodity Intermediaries Act (DCIA).
Das Gesetz schafft einen bundesweiten Rahmen für digitale Rohstoffe unter Aufsicht der CFTC. Es ist unabhängig vom festgefahrenen CLARITY Act, der weiterhin im Bankenausschuss blockiert ist. Branchenvertreter begrüßen den Fortschritt als wichtigen Schritt zu regulatorischer Klarheit – auch wenn der Markt derzeit andere Sorgen hat.
Die kritischen Marken
Die 80.000-Dollar-Schwelle ist jetzt entscheidend. Ein bestätigter Bruch könnte eine zweite Verkaufswelle auslösen. Gleichzeitig könnte der aktuelle Preis institutionelle Käufer anlocken, die auf Schnäppchenjagd gehen.
Warsh muss noch durch die Anhörungen im Senat. Bestätigt er dort explizit seine Unterstützung für aggressive Zinssenkungen, könnte die aktuelle Panik schnell verfliegen. Die ETF-Daten vom Montag werden zeigen, ob unter 82.000 Dollar gekauft oder weiter verkauft wird.
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