Bitcoin: Rally läuft aus
Bitcoin handelt am Donnerstag nahe 91.000 US-Dollar – nach einem starken Jahresstart zeigt sich die Kryptowährung erstmals wieder unter Druck. In den ersten sieben Januartagen legte BTC rund 8 Prozent zu, verlor dann aber binnen 24 Stunden etwa 2 Prozent. Die zentrale Frage: War das nur eine technische Gegenbewegung oder der Beginn einer neuen Aufwärtswelle?
Widerstandszone bremst den Anstieg
Der Preis pendelt aktuell zwischen 91.000 und 91.500 Dollar, nachdem er zu Wochenbeginn kurzzeitig 94.400 Dollar erreicht hatte. Doch oberhalb der aktuellen Marke wartet massiver Verkaufsdruck: Zwischen 92.100 und 117.400 Dollar liegt laut On-Chain-Analysten von Glassnode eine dichte Widerstandszone. Hier sitzen Käufer, die Ende 2025 nahe den Höchstständen eingestiegen sind – viele davon noch im Minus.
Die nächste Hürde bildet die 95.000-Dollar-Marke. Darüber wird es bei 98.000 bis 100.000 Dollar erneut eng. Nach unten hin stützt zunächst die 91.400-Dollar-Schwelle, darunter sollte die Zone um 87.000 Dollar halten.
On-Chain-Daten zeigen Bereinigung
Die Blockchain-Metriken deuten auf eine strukturelle Verbesserung hin. Der Gewinnmitnahme-Druck ist deutlich zurückgegangen: Lag das realisierte Gewinn (7-Tage-Durchschnitt) im vierten Quartal 2025 noch bei über einer Milliarde Dollar täglich, fiel der Wert Ende Dezember auf 183,8 Millionen. Diese Entspannung hat die Erholung überhaupt erst ermöglicht.
Auch die kurzfristigen Halter zeigen sich stabiler. Ihr MVRV-Verhältnis stieg von 0,79 auf 0,95 – sie liegen also noch durchschnittlich 5 Prozent im Minus. Ein nachhaltiger Anstieg über die 1,0-Marke würde signalisieren, dass selbst die jüngsten Käufer wieder profitabel sind.
Zudem flossen binnen 24 Stunden Bitcoin im Wert von 1,2 Milliarden Dollar von den Börsen ab – ein Zeichen, dass Anleger auf Eigenverwaltung setzen statt auf Verkaufsvorbereitung.
ETF-Zuflüsse als Kurstreiber
Die US-Spot-Bitcoin-ETFs haben zum Jahresstart kräftig Kapital angezogen. Allein am 5. Januar verzeichneten sie Nettozuflüsse von fast 700 Millionen Dollar – der stärkste Einzeltag seit Oktober 2025. Das entspricht mehr als 7.000 BTC und übertrifft die tägliche Neuproduktion durch Miner deutlich. Diese Nachfrage hat den Abflusstrend vom Jahresende umgekehrt und institutionelles Interesse neu entfacht.
Auch die Derivatemärkte wurden bereinigt: Zwischen dem 25. und 26. Dezember fiel das offene Interesse bei Bitcoin-Optionen von 579.258 BTC auf 316.472 BTC – ein Rückgang um über 45 Prozent. Die populärste Position ist derzeit der 100.000-Dollar-Call mit Fälligkeit im Januar, der ein Volumen von 1,45 Milliarden Dollar aufweist.
Makro-Umfeld bleibt unterstützend
Das makroökonomische Bild spielt Bitcoin in die Karten. Schwache US-Arbeitsmarktdaten – im Dezember entstanden nur 41.000 neue Stellen im Privatsektor – nähren Spekulationen auf Zinssenkungen der Federal Reserve. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe sank auf rund 4,14 Prozent. Zudem hat Morgan Stanley einen eigenen Spot-Bitcoin-ETF beantragt, was das institutionelle Interesse weiter unterstreicht.
Analysten gehen davon aus, dass Bitcoin 2026 in einer Bandbreite zwischen 75.000 und 150.000 Dollar schwanken wird, mit einem Gravitationszentrum um 110.000 Dollar. Voraussetzung für einen nachhaltigen Ausbruch nach oben: Die Zone zwischen 95.000 und 99.000 Dollar muss fallen. Gelingt das nicht, dürfte die Konsolidierung andauern.
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