Bitcoin-Anleger erleben derzeit ein Wechselbad der Gefühle. Innerhalb von 48 Stunden wurden zwischenzeitlich sämtliche Jahresgewinne pulverisiert, bevor eine leichte Erholung einsetzte. Während geopolitische Spannungen und massive Abflüsse aus ETFs den Kurs belasten, sorgt eine institutionelle Premiere im US-Rentenmarkt für einen langfristigen Hoffnungsschimmer.

Geopolitik und ETF-Abflüsse belasten

Der Kurs der führenden Kryptowährung fiel am Mittwoch bis auf rund 87.188 US-Dollar. Auslöser für diesen Rücksetzer war primär die geopolitische Unsicherheit: US-Präsident Trump hatte im Streit um Grönland mit Zöllen gegen EU-Staaten gedroht. Erst als die US-Administration eine Rücknahme dieser unmittelbaren Drohungen signalisierte, konnte sich der Bitcoin erholen und pendelt aktuell im Bereich von knapp 90.000 US-Dollar.

Trotz dieser Stabilisierung bleibt die Marktstruktur fragil, was sich deutlich bei den institutionellen Investoren zeigt. US-Bitcoin-ETFs verzeichneten am Dienstag Nettoabflüsse von fast 490 Millionen US-Dollar. Besonders signifikant ist die Entwicklung beim Marktführer: Der iShares Bitcoin Trust (IBIT) von BlackRock beendete eine zwölftägige Serie von Zuflüssen. Gleichzeitig transferierte der Vermögensverwalter Bitcoin im Wert von 148 Millionen US-Dollar an Coinbase, was Marktbeobachter als mögliches Liquiditätsmanagement oder Vorbereitung auf Auszahlungen interpretieren.

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Institutionelle Adoption schreitet voran

Dem kurzfristigen Verkaufsdruck stehen jedoch wichtige strukturelle Fortschritte gegenüber. Delaware Life startete in Partnerschaft mit BlackRock die erste indexgebundene Rentenversicherung (Fixed Index Annuity) in den USA, die ein Bitcoin-Engagement bietet. Dies öffnet den über 12 Billionen Dollar schweren US-Rentenmarkt für die Kryptowährung über ein reguliertes Versicherungsprodukt.

Parallel dazu setzt MicroStrategy seine aggressive Kaufstrategie unbeirrt fort. Das Unternehmen unter der Leitung von Michael Saylor nutzte die volatile Marktphase und erwarb zwischen dem 12. und 19. Januar weitere 22.305 Bitcoin für rund 2,1 Milliarden US-Dollar. Damit wuchs der Bestand des Unternehmens auf fast 710.000 Bitcoin an.

Warnsignale aus dem Markt

On-Chain-Daten und technische Indikatoren mahnen dennoch zur Vorsicht. Der Rutsch unter die 90.000-Dollar-Marke löste eine Kaskade von Liquidationen aus; Positionen im Wert von über 1,5 Milliarden US-Dollar wurden glattgestellt. Zudem deuten Daten darauf hin, dass Großanleger ("Whales") Bestände im Wert von über 400 Millionen US-Dollar auf Börsen transferierten, was den Verkaufsdruck erhöhte.

Die kurzfristige Entwicklung hängt nun maßgeblich davon ab, ob sich der Bitcoin stabilisieren kann. Sollte die Marke von 90.000 US-Dollar nicht zurückerobert werden, sehen Analysten die nächste kritische Unterstützungszone erst im Bereich zwischen 80.000 und 84.000 US-Dollar. Die Einführung neuer Versicherungsprodukte stärkt zwar die langfristige Perspektive, kann die aktuellen makroökonomischen Belastungsfaktoren aber momentan nicht vollständig kompensieren.

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