Bitcoin: Massive Verkaufswelle
Bitcoin hat eines der turbulentesten Wochenenden seit langem hinter sich. Der Kurs rutschte erstmals seit April 2025 unter die Marke von 80.000 US-Dollar, ausgelöst durch eine Kettenreaktion aus Zwangsliquidierungen und dünnem Handel. Während sich der Kurs zu Wochenbeginn leicht stabilisieren konnte, debattieren Marktbeobachter, ob dies nur eine Marktbereinigung war oder der Auftakt zu tieferen Ständen.
Liquidationskaskade beschleunigt den Absturz
Hauptursache für den rapiden Preisverfall war ein massiver "Long Squeeze" am Derivatemarkt. Daten von Coinglass zeigen, dass seit Donnerstag Positionen im Wert von über 2 Milliarden Dollar zwangsliquidiert wurden. Allein am Samstag summierten sich die Liquidierungen über alle Kryptowährungen hinweg auf 2,56 Milliarden Dollar – das zehnthöchste Volumen, das jemals an einem einzigen Tag verzeichnet wurde.
Dieser Mechanismus verstärkte die Abwärtsbewegung drastisch: Wenn gehebelte Positionen automatische Verkaufsschwellen erreichen, erzeugt dies weiteren Verkaufsdruck. Verschärft wurde die Situation durch die strukturell dünne Liquidität am Wochenende. Da große institutionelle Akteure pausierten, konnten bereits kleinere Verkaufswellen wichtige Unterstützungszonen durchbrechen.
Makro-Umfeld und Fed-Sorgen belasten
Der Krypto-Markt agiert nicht isoliert, sondern zeigte erneut eine starke Korrelation zu traditionellen Risiko-Assets. US-Aktien gerieten bereits am Freitag unter Druck, angeführt von Tech-Werten wie Microsoft nach enttäuschenden Quartalszahlen. Auch am Rohstoffmarkt herrschte Panik: Silber verzeichnete am Freitag mit einem Minus von 30 Prozent den schlimmsten Tagesverlust seit 1980.
Zusätzlich sorgt die Personalie Kevin Warsh für Unsicherheit. Investoren fürchten, dass der potenzielle Nachfolger von Fed-Chef Jerome Powell eine straffere Geldpolitik und eine Verkleinerung der Notenbankbilanz anstreben könnte. Da Kryptowährungen historisch von hoher Marktliquidität profitieren, wirkt diese Aussicht als Belastungsfaktor.
Stimmung kippt
Die wachsende Skepsis spiegelt sich in den Kapitalflüssen wider. Digitale Anlageprodukte verzeichneten laut CoinShares die zweite Woche in Folge Abflüsse, diesmal in Höhe von 1,7 Milliarden Dollar. James Butterfill von CoinShares interpretiert dies als deutliche Verschlechterung der Anlegerstimmung. Aktuell notiert Bitcoin rund 38 Prozent unter seinem Allzeithoch vom Oktober 2025.
Die Expertenmeinungen zur weiteren Entwicklung gehen derweil weit auseinander. Während Yuya Hasegawa von Bitbank einen möglichen Boden im Bereich von 70.000 Dollar sieht, warnt John Blank von Zacks vor weiteren Abgaben. Unter Verweis auf historische Zyklen hält er einen Rückgang bis auf 40.000 Dollar im laufenden Jahr für möglich. Kurzfristig dürfte die Verteidigung der Marke um 78.000 Dollar entscheidend dafür sein, ob die Bewegung als reine Bereinigung der Hebelprodukte klassifiziert werden kann.
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