Der Bitcoin steht massiv unter Druck und hat im Wochenverlauf deutlich an Boden verloren. Verantwortlich für den aktuellen Kursrutsch ist eine toxische Mischung aus rekordverdächtigen Kapitalabflüssen bei den US-Spot-ETFs und neuer Unsicherheit bezüglich der künftigen US-Geldpolitik. Während institutionelle Anleger im großen Stil Risiken abbauen, richtet sich der Blick nun auf kritische Unterstützungsmarken, deren Bruch weitere Verkäufe auslösen könnte.

Historische Abflüsse belasten

Der Verkaufsdruck manifestierte sich am deutlichsten im ETF-Sektor. Allein am 29. Januar zogen Investoren laut Daten von SoSoValue 817,9 Millionen US-Dollar aus den US-gelisteten Bitcoin-Spot-ETFs ab – der höchste Tageswert seit November 2025. Zusammen mit den Abflüssen bei Ethereum-Produkten flossen an nur einem Tag fast eine Milliarde US-Dollar aus Krypto-Fonds ab.

Besonders betroffen waren die Schwergewichte der Branche: BlackRocks IBIT verzeichnete Abflüsse von knapp 318 Millionen US-Dollar, gefolgt von Fidelitys FBTC mit 168 Millionen US-Dollar. Marktbeobachter werten diese synchronen Verkäufe über verschiedene Produkte hinweg als Zeichen dafür, dass institutionelle Investoren ihre Krypto-Exposure generell reduzieren, statt lediglich Kapital umzuschichten. Aktuell notiert der Bitcoin bei 82.781 US-Dollar und damit exakt auf dem Niveau seines 52-Wochen-Tiefs.

Geldpolitik drückt auf die Stimmung

Ein wesentlicher Treiber für die Risikoaversion ist die Personalpolitik des US-Präsidenten Donald Trump. Die Ankündigung, den ehemaligen Fed-Gouverneur Kevin Warsh als Nachfolger für Notenbankchef Jerome Powell zu nominieren, sorgte an den Märkten für Unruhe. Warsh gilt als Befürworter einer strafferen Geldpolitik und einer Verkleinerung der Fed-Bilanz.

Strategen wie Damien Boey von Wilson Asset Management sehen darin eine Belastung für Anlageklassen, die traditionell als Absicherung gegen eine expansive Geldpolitik dienen. Wenn die Bilanzsumme der Notenbank schrumpft, verlieren Assets wie Gold, Anleihen und eben auch Bitcoin eines ihrer wichtigsten makroökonomischen Argumente.

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Regulatorik als Hoffnungsschimmer

Trotz der düsteren Kursentwicklung gibt es positive Signale aus Washington. Der Landwirtschaftsausschuss des US-Senats hat einen Gesetzentwurf zur Marktstruktur von Kryptowährungen verabschiedet. Dies ist das erste Mal, dass eine solche Gesetzgebung diese parlamentarische Hürde nimmt. Das Gesetz würde der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) die Aufsicht über die Spot-Märkte übertragen – ein Schritt, der von der Branche seit Langem gefordert wird, um klare Regeln zu schaffen. Parallel dazu signalisierten SEC und CFTC bei einem gemeinsamen Treffen eine engere Abstimmung, was langfristig institutionellen Investoren wie Pensionsfonds den Einstieg erleichtern könnte.

Wichtige Chartmarken im Fokus

Kurzfristig dominiert jedoch die Charttechnik. Nachdem die Unterstützung bei 84.000 US-Dollar unterschritten wurde, warnen Analysten vor weiterem Abwärtspotenzial. Matt Mena von 21Shares und John Glover vom Krypto-Lender Ledn nennen die Bereiche um 80.000 und im schlechteren Fall 71.000 US-Dollar als nächste potenzielle Haltezonen. Ein gewisses Gegengewicht zum Verkaufsdruck könnten jedoch Großinvestoren wie Binance bilden, die angekündigt haben, ihren milliardenschweren Sicherheitsfonds in Bitcoin umzuschichten.

Das Marktumfeld bleibt kurzfristig herausfordernd, da der Bitcoin aktuell eher wie ein hochvolatiles Risiko-Asset korreliert als wie das oft beschworene "digitale Gold". Anleger werden in den kommenden Tagen genau beobachten müssen, ob die psychologisch wichtige Marke von 80.000 US-Dollar hält und wie der Bankenausschuss des Senats mit der neuen Gesetzesvorlage verfährt.

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