Bitcoin bewegt sich Mitte Januar 2026 bei rund 91.000 US-Dollar – eine vergleichsweise stabile Seitwärtsbewegung nach der Erholung von unter 90.000 Dollar in der Vorwoche. Doch unter der Oberfläche braut sich etwas zusammen: Während Derivate-Händler so bullish positioniert sind wie seit Jahren nicht mehr, fehlt es im Spotmarkt an Kaufkraft. Gleichzeitig verzögert sich ein entscheidendes Regulierungsvorhaben im US-Senat.

Derivate-Markt zeigt Rekord-Optimismus

Die Taker Buy/Sell Ratio, die das Verhältnis zwischen aggressiven Käufen und Verkäufen im Derivate-Markt misst, kletterte am 13. Januar auf 1,249 – der höchste Stand seit Anfang 2019. Joao Wedson, Gründer von Alphractal, weist darauf hin, dass Long-Positionen großer Trader ein Allzeithoch erreicht haben.

Das Problem: Solche konzentrierten Hebelpositionen machen den Markt anfällig für scharfe Korrekturen. Stockt die Aufwärtsdynamik, drohen Liquidationskaskaden. Hinzu kommt, dass die implizite 30-Tage-Volatilität auf 40 Prozent gefallen ist – den niedrigsten Wert seit Oktober 2025. Optionshändler setzen vorrangig auf Volatilitätsverkäufe statt auf klare Richtungswetten.

ETF-Zuflüsse bleiben wackelig

Nach starken Zuflüssen zu Jahresbeginn kehrte sich das Bild zuletzt. In der Vorwoche flossen 681 Millionen Dollar aus den Spot-Bitcoin-ETFs ab. Am Montag, 12. Januar, kehrten zwar 187 Millionen zurück, doch die Gesamtbilanz bleibt schwach.

Wichtige Fakten zu ETF-Flows:
- Durchschnittlicher Realisierungspreis der ETF-Zuflüsse: rund 86.000 Dollar
- Seit dem Allzeithoch im Oktober 2025: über 6 Milliarden Dollar Abflüsse – ein Rekordwert
- Coinbase-Prämie ist negativ, US-Käufer bleiben zurückhaltend

Analyst Darkfost betont, dass die meisten ETF-Anleger, die nach Oktober eingestiegen sind, aktuell Verluste verbuchen. Bei dünner Liquidität können ETF-Bewegungen überproportionale Auswirkungen auf den Kurs haben.

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CLARITY Act erneut verschoben

Der Digital Asset Market Clarity Act, kurz CLARITY Act, sollte Klarheit in die US-Krypto-Regulierung bringen. Doch der Senatsausschuss für Landwirtschaft verschob die Beratung erneut auf die letzte Januarwoche. Ausschussvorsitzender John Boozman begründete dies mit dem Bedarf an breiterem parteiübergreifendem Rückhalt.

Das Gesetz würde der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) exklusive Zuständigkeit für digitale Rohstoffmärkte übertragen, während die SEC weiterhin Wertpapiere reguliert. Streitpunkt bleibt die Behandlung von Stablecoin-Belohnungen: Bankenverbände warnen, dass solche Programme Milliarden von Einlagen abziehen könnten. Krypto-Befürworter sehen hingegen Innovationshemmnisse.

Das Repräsentantenhaus hatte seine Version im Juli 2025 mit 294 zu 134 Stimmen angenommen. Die Verabschiedung im Senat bleibt ungewiss.

Netzwerk stabil, Markt fragil

Technisch hat Bitcoin ein aufsteigendes Dreieck gebildet – üblicherweise ein bullishes Fortsetzungsmuster. Die nächste Widerstandszone liegt bei knapp 95.000 Dollar, darüber wäre der Weg Richtung 100.000 Dollar frei. Die Netzwerk-Hashrate bleibt mit rund 925 EH/s robust.

Doch die Gemengelage ist heikel: Übermäßiger Derivate-Optimismus trifft auf schwache Spot-Nachfrage und regulatorische Unsicherheit. Diese Woche steht zudem die Veröffentlichung der US-Inflationsdaten an, die die Erwartungen an die Federal Reserve beeinflussen könnten. Solange Bitcoin die 90.000-Dollar-Marke hält, bleibt die Struktur intakt – doch die Voraussetzungen für starke Bewegungen in beide Richtungen sind gegeben.

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