Bitcoin: Entscheidung bei 90.000 Dollar
Nach einem starken Jahresauftakt 2026 ist beim Bitcoin vorerst die Luft raus. Der Kurs kämpft um die psychologisch wichtige Marke von 90.000 US-Dollar, belastet durch eine Welle von Liquidationen und schwächelndes Interesse aus den USA. Während die langfristigen Aussichten durch neue Banken-Produkte stabil bleiben, dominieren kurzfristig Vorsicht und regulatorische Unsicherheit das Marktgeschehen.
Liquidationswelle und Leerverkäufe
Der aktuelle Druck auf den Bitcoin-Kurs ist primär hausgemacht. Der Markt durchläuft eine Bereinigung überhitzter Positionen. In den letzten 24 Stunden wurden Krypto-Derivate im Wert von rund 285 Millionen US-Dollar liquidiert, wobei der Großteil davon auf Wetten auf steigende Kurse (Long-Positionen) entfiel. Dieser sogenannte "Long Squeeze" hat die Abwärtsbewegung beschleunigt.
Auffällig ist dabei eine Divergenz im Derivatemarkt: Trotz der schwächelnden Preise ist das Open Interest – also die Anzahl der offenen Terminkontrakte – um fast 4 Prozent gestiegen. Analysten werten dies als Indiz dafür, dass Händler aggressiv neue Short-Positionen aufbauen und auf weitere Kursverluste spekulieren. Aktuell notiert der Bitcoin bei 90.298,00 US-Dollar und hält sich damit knapp oberhalb der kritischen Unterstützungszone.
Schwächezeichen aus den USA
Ein weiterer Belastungsfaktor ist die nachlassende Nachfrage amerikanischer Investoren. Der "Coinbase Premium Index", der den Preisunterschied zwischen der US-Börse Coinbase und Offshore-Handelsplätzen misst, ist in den negativen Bereich gerutscht. Dies deutet darauf hin, dass US-Institutionen und Privatanleger während der dortigen Handelszeiten eher auf der Verkäuferseite stehen.
Ein Grund für diese Zurückhaltung liegt in Washington: Der Markt blickt gespannt auf den 15. Januar 2026. An diesem Tag plant der Bankenausschuss des US-Senats eine Anhörung zum Digital Asset Market Transparency Act. Diese regulatorische Unsicherheit sorgt bei großen Kapitalgebern für eine abwartende Haltung.
Gemischte Signale im Marktumfeld
Trotz der kurzfristigen Eintrübung, die auch den "Fear and Greed Index" auf einen Wert von 28 (Angst) drückte, bleibt das institutionelle Fundament intakt. So sorgte Morgan Stanley diese Woche mit der Beantragung neuer Krypto-Anlagevehikel für Aufmerksamkeit. Auch die US-Inflation, die sich auf 2,7 Prozent abgekühlt hat, hält die Hoffnung auf Zinssenkungen im späteren Jahresverlauf am Leben.
Für die kommenden Tage bleibt die Marke von 90.000 US-Dollar entscheidend. Sollte diese Unterstützung im Zuge der aktuellen Konsolidierung nachhaltig brechen, droht ein Test des Bereichs um 88.000 US-Dollar. Eine Entspannung der charttechnischen Lage ist erst zu erwarten, wenn die regulatorischen Hürden Mitte Januar geklärt sind und die Kaufdynamik aus den USA zurückkehrt.
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