Bitcoin: Alles hängt an Powell
Bitcoin hat sich in den vergangenen Wochen eindrucksvoll erholt. Von Tiefs nahe 62.000 Dollar kämpfte sich der Kurs zurück über die wichtige Marke von 74.000 Dollar — und stieg am gestrigen Montag zeitweise auf über 75.000 Dollar. Nun wartet der Markt auf das, was Jerome Powell am morgigen Mittwoch sagen wird.
Das FOMC-Meeting als Richtungsentscheid
Die Fed-Sitzung vom 17. bis 18. März 2026 ist keine Routine-Veranstaltung. Zwar rechnen Derivatemärkte mit einer Wahrscheinlichkeit von über 92 Prozent damit, dass die Notenbank die Zinsen unverändert bei 3,50 bis 3,75 Prozent belässt. Entscheidend ist jedoch der sogenannte Dot Plot — die aktualisierte Zinspfad-Prognose der einzelnen FOMC-Mitglieder.
Der aktuelle Median zeigt eine Zinssenkung von 25 Basispunkten für 2026. Verschiebt sich dieser Wert auf zwei Senkungen, wäre das ein dovishes Signal für Risikoassets. Signalisiert die Projektion hingegen null Senkungen oder gar eine Erhöhung, dürften die Märkte scharf reagieren. Nomura-Ökonom Jeremy Schwartz erwartet nur ein bis zwei Senkungen im Gesamtjahr — der Iran-Konflikt habe die globalen Energiepreise angetrieben und erschwere den Spielraum der Fed.
Die Inflationslage macht die Sache komplizierter. Der CPI lag im Februar bei 2,4 Prozent — allerdings wurde dieser Wert erhoben, bevor US-israelische Angriffe auf den Iran den Ölpreis kurzzeitig über 119 Dollar trieben und eine neue Runde globaler Zölle in Kraft trat. Der PCE-Kernindex liegt mit 3,1 Prozent weiterhin über dem Fed-Ziel von 2 Prozent.
Short-Squeeze und institutionelle Nachfrage
Der gestrige Kursanstieg war nicht allein fundamentaler Natur. CoinGlass-Daten zeigen, dass innerhalb von 24 Stunden Positionen im Wert von 344 Millionen Dollar liquidiert wurden — davon entfielen 285 Millionen Dollar auf Short-Positionen. Bitcoin-Shorts machten dabei mit 124,5 Millionen Dollar den zweitgrößten Anteil aus.
Parallel dazu kehrt institutionelles Kapital über regulierte Produkte zurück. US-amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten im März bislang rund 1,3 Milliarden Dollar an Nettozuflüssen — das wäre der erste positive Monat seit Oktober. BlackRocks IBIT allein zog zwischen dem 9. und 13. März 600 Millionen Dollar an. Das Gesamtvermögen der Bitcoin-ETFs übersteigt inzwischen 90 Milliarden Dollar.
Das „Sell the News"-Muster
Trotz der starken Ausgangslage mahnt die Geschichte zur Vorsicht. In 2025 stieg Bitcoin nach lediglich einer von acht FOMC-Sitzungen — unabhängig davon, ob die Fed die Zinsen senkte oder hielt. Im Januar 2026 fiel der Kurs innerhalb von 48 Stunden von 90.400 auf 83.383 Dollar, obwohl die Entscheidung allgemein erwartet worden war.
Hinzu kommt ein weiterer Faktor: Das März-Meeting ist mit hoher Wahrscheinlichkeit eines der letzten unter Jerome Powell, dessen Amtszeit am 15. Mai 2026 endet. Präsident Trump hat bereits Kevin Warsh als Nachfolger nominiert. Jedes Wort Powells bei der Pressekonferenz um 20:30 Uhr MEZ wird deshalb auf mögliche Signale über den künftigen geldpolitischen Kurs abgeklopft — und könnte Bitcoins nächste Richtungsbewegung auslösen.
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