Die Eskalation zwischen den USA und dem Iran versetzt den Kryptomarkt in Alarmbereitschaft. Bitcoin sackte am Wochenende auf 63.000 Dollar ab – und könnte noch deutlich tiefer fallen. Ein historisches Kursmuster aus den Bärenmärkten 2018 und 2022 taucht erneut auf. Droht jetzt der finale Crash?

Ölpreis wird zur Bitcoin-Gefahr

Nach den Militärschlägen der USA und Israels auf den Iran zogen die Ölpreise kräftig an. Das Problem: Der Iran kontrolliert die Straße von Hormuz, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öls transportiert wird. Eine Blockade würde das Angebot massiv verknappen. Gleichzeitig attackierte Teheran bereits Ölfelder im Nahen Osten.

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Steigende Energiepreise verteuern Produktion, Transport und Konsum – ein klassischer Inflationsschock. Für die US-Notenbank entsteht ein Dilemma: Einerseits schwächelt der Arbeitsmarkt, andererseits würde neue Inflation Zinssenkungen erschweren. Genau diese Kombination setzte Bitcoin bereits 2018 und 2022 massiv unter Druck, als Liquidität knapper und Risikoanlagen unattraktiver wurden.

Warnsignal aus dem Chart

Das Verhältnis von Bitcoin zu Rohöl sendet ein Alarmsignal. In den Jahren 2018 und 2022 fiel der stochastische RSI dieses Paares in extrem überverkaufte Bereiche. Beide Male folgte eine monatelange Abwärtsphase mit Kursverlusten von über 50 Prozent. Anfang 2026 wurde erneut ein solches Extremniveau erreicht.

Von seinem Zyklushoch bei knapp 130.000 Dollar korrigierte Bitcoin bereits deutlich. Zunächst auf knapp unter 90.000 Dollar, dann nach einer gescheiterten Gegenbewegung bei 99.662 Dollar weiter auf rund 60.000 Dollar. Derzeit pendelt der Kurs zwischen diesem Tief und dem Widerstand bei knapp über 70.000 Dollar.

Kursziel: 30.000 bis 40.000 Dollar

Analysten der HKCM rechnen kurzfristig zwar mit einer korrektiven Rallye in Richtung 100.000 Dollar. Der Bärenmarkt dürfte damit aber noch nicht vorbei sein. Nach diesem Zwischenhoch erwarten die Experten einen finalen Abverkauf, der das Tief bei 60.000 Dollar deutlich unterschreiten wird. Kursziele zwischen 30.000 und 40.000 Dollar erscheinen realistisch.

Allerdings unterscheidet sich die makroökonomische Lage von früheren Bärenmärkten. Der US-Einkaufsmanagerindex signalisiert erstmals seit 2022 wieder Expansion, und ein Zinssenkungszyklus hat begonnen. Ob der Ölpreisanstieg dennoch zu wirtschaftlichen Verwerfungen führt, hängt davon ab, wie stark die Energiepreise tatsächlich eskalieren – und ob sich die geopolitische Lage weiter zuspitzt.

Langfristig optimistisch

Trotz der kurzfristigen Risiken bleiben einige Analysten langfristig zuversichtlich. Gautam Chhugani von Bernstein erwartet, dass Bitcoin im kommenden Jahrzehnt Gold als wichtigstes Wertaufbewahrungsmittel ablösen wird. Sein Kursziel für Ende 2025 liegt bei 200.000 Dollar. Die Genehmigung von Bitcoin-ETFs in den USA und massive Mittelzuflüsse hätten die Anziehungskraft der Kryptowährung als Wertespeicher verstärkt.

Auch andere Experten zeigen sich bullish: Matthew Sigel von VanEck sieht Bitcoin in einem Basisszenario bei 180.000 Dollar, Fundstrat-Mitgründer Tom Lee bei 250.000 Dollar. Risikokapitalgeber Tim Draper und "Rich Dad Poor Dad"-Autor Robert Kiyosaki prognostizieren sogar 500.000 Dollar bis 2025. Ark Invest-Gründerin Cathie Wood rechnet bis 2030 mit einem Sprung auf etwa eine Million Dollar.

Doch diese optimistischen Prognosen dürften zunächst Makulatur bleiben. Solange die geopolitischen Spannungen anhalten und der Ölpreis steigt, bleibt Bitcoin unter Druck. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob die Bären das Zepter endgültig übernehmen.

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