Bitcoin bewegt sich am Wochenende weiterhin seitwärts um die 90.000-Dollar-Marke. Nach einem volatilen Jahresstart fehlen dem Kryptomarkt die entscheidenden Impulse – doch unter der Oberfläche zeichnet sich ein gespaltenes Bild ab: Während ETF-Anleger Kapital abziehen, stocken US-Banken ihre Positionen auf.

Fehlende Zinswende bremst

Der US-Arbeitsmarktbericht für Januar brachte keine großen Überraschungen: Mit 50.000 neu geschaffenen Stellen blieb er leicht hinter den Erwartungen von 60.000 zurück, die Arbeitslosenquote liegt bei 4,4 Prozent. Die Daten sind solide genug, um eine aggressive Zinssenkung der Federal Reserve vorerst vom Tisch zu nehmen.

Das CME FedWatch Tool zeigt eine Wahrscheinlichkeit von 95,6 Prozent, dass die Fed bei ihrer Sitzung am 28. Januar die Zinsen unverändert lässt. Für Bitcoin bedeutet das: Der erhoffte Liquiditätsschub durch eine lockerere Geldpolitik bleibt aus.

Das 99.000-Dollar-Problem

Ein wesentlicher Widerstand liegt laut On-Chain-Daten bei rund 99.000 Dollar. Auf diesem Niveau haben sogenannte „New Whales" – Großinvestoren, die ihre Bitcoin-Positionen innerhalb der letzten 155 Tage aufgebaut haben – ihren durchschnittlichen Einstandspreis.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Bitcoin?

Diese Käufergruppe kontrolliert nahezu die Hälfte der realisierten Marktkapitalisierung. Solange der Kurs unter dieser Schwelle bleibt, sitzen diese Investoren auf Verlusten. Analysten warnen: Nähert sich Bitcoin der 99.000-Dollar-Marke, könnte massiver Verkaufsdruck einsetzen, wenn Halter ihre Positionen glattstellen wollen.

Banken kaufen, ETFs verlieren

Während Spot-Bitcoin-ETFs zuletzt Mittelabflüsse verzeichneten, zeigen traditionelle Finanzinstitute ein anderes Verhalten. Wells Fargo hielt im vierten Quartal 2025 Bitcoin-ETF-Positionen im Wert von 383 Millionen Dollar – ein Zeichen, dass etablierte Häuser Bitcoin trotz kurzfristiger Schwäche als langfristige Absicherung betrachten.

Auch der größte institutionelle Bitcoin-Halter, MicroStrategy, steht im Fokus. Das Unternehmen besitzt rund 674.000 BTC, verzeichnete aber im vierten Quartal 2025 einen Buchverlust von über 17 Milliarden Dollar. Die frühere Strategie, über günstige Kapitalbeschaffung immer mehr Bitcoin zu kaufen, wird schwieriger: Die Aktie handelt mittlerweile nahezu auf Höhe des Nettoinventarwerts der Bitcoin-Bestände. Medienberichten zufolge prüft das Unternehmen alternative Finanzierungsmodelle über Vorzugsaktien.

Ausblick: Nächster Trigger am Dienstag

Kurzfristig bleibt Bitcoin an makroökonomische Datenveröffentlichungen gekoppelt. Am Dienstag, den 13. Januar, werden die US-Inflationszahlen erwartet – sie könnten die nächste Volatilitätswelle auslösen. Technisch ist ein nachhaltiger Tagesschluss über 93.200 Dollar nötig, um die bärische Tendenz zu brechen. Bis die „New Whales" entweder in die Gewinnzone zurückkehren oder ihre Positionen aufgeben, dürfte sich Bitcoin weiter im Bereich zwischen 88.000 und 93.000 Dollar bewegen.

Bitcoin: Kaufen oder verkaufen?! Neue Bitcoin-Analyse vom 10. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Bitcoin-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Bitcoin-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 10. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Bitcoin: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...