BioNxt Solutions räumt gleich an zwei Fronten auf: finanziell und beim Patentschutz. Einerseits hat das Unternehmen eine alte Schuldenlast per Aktienausgabe bereinigt. Andererseits steht in Europa in wenigen Tagen ein Patent kurz davor, rechtlich wirksam zu werden – ein wichtiger Baustein für die nächste Entwicklungsphase.

Schulden per Aktien getilgt

Am 26. Februar hat BioNxt nach eigenen Angaben Schulden in Höhe von 2,704 Mio. US-Dollar durch die Ausgabe von 6.008.883 Stammaktien zu einem angenommenen Preis von 0,45 US-Dollar je Aktie beglichen. Hintergrund waren 8%-Wandelschuldverschreibungen aus Dezember 2022. Enthalten sind 2,6 Mio. US-Dollar an Hauptforderung sowie 104.000 US-Dollar an aufgelaufenen Zinsen.

Zusätzlich erhielt Canaccord Genuity 300.444 Aktien (angenommener Preis: 0,63 US-Dollar je Aktie) als Vergütung für die Vermittlung der Transaktion. Die im Rahmen der Vereinbarung ausgegebenen Aktien unterliegen einer gesetzlichen Haltefrist von vier Monaten und einem Tag.

Unterm Strich heißt das: Eine mehrjährige Verbindlichkeit verschwindet aus der Bilanz – gegen Verwässerung durch neue Aktien.

Europa-Patent wird am 11. März wirksam

Parallel dazu rückt ein Meilenstein beim geistigen Eigentum näher. Das Europäische Patentamt hatte am 17. Februar die Erteilung des europäischen Patents Nr. 4539857 bekanntgegeben. Formal wirksam wird es mit der Veröffentlichung im Europäischen Patentblatt am 11. März 2026.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Bionxt Solutions?

Abhängig von der jeweiligen Validierung kann das Patent Schutz in bis zu 39 Staaten des Europäischen Patentübereinkommens bieten. Die Laufzeit reicht mindestens bis zum 14. Juni 2043 – vorbehaltlich nationaler Anforderungen und Gebühren.

Inhaltlich geht es um BioNxts sublinguale „Oral Thin Film“-Technologie (ODF) für Cladribin: Ein dünner Film, der sich im Mund schnell auflösen soll und den Wirkstoff über die Mundschleimhaut verfügbar macht – als schluck- und nadelfreies Format. Der führende Kandidat BNT23001 wird für Multiple Sklerose entwickelt, das Patent umfasst laut Unternehmen aber auch weitere autoimmune und neurodegenerative Einsatzfelder, darunter etwa Myasthenia Gravis.

Nächster Schritt: Studie zur Bioäquivalenz

Mit dem näher rückenden EU-Patentschutz laufen die Vorbereitungen für eine Human-Bioäquivalenzstudie zu BNT23001 weiter. Weil Cladribin bereits als Wirkstoff zugelassen ist, dürfte der Schwerpunkt darauf liegen, die Bioverfügbarkeit und Vergleichbarkeit zur bestehenden oralen Formulierung zu belegen – abhängig von regulatorischen Vorgaben.

An der Börse spiegelt sich die Gemengelage aus Fortschritt und Verwässerung in einer weiter nervösen Kursentwicklung: Der Schlusskurs lag gestern bei 0,39 Euro, in den vergangenen sieben Tagen steht ein Minus von 5,8% zu Buche. Konkreter Fixpunkt für die nächsten Wochen ist der 11. März, wenn das Europa-Patent mit der Veröffentlichung formell in Kraft tritt.

Anzeige

Bionxt Solutions-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Bionxt Solutions-Analyse vom 3. März liefert die Antwort:

Die neusten Bionxt Solutions-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Bionxt Solutions-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 3. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Bionxt Solutions: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...