BioNTech Aktie: Übernahme fix, Klage droht
Für die Anleger des Mainzer Biotech-Unternehmens BioNTech liegen Freud und Leid aktuell nah beieinander. Gerade erst wurde die strategisch wichtige Übernahme des Konkurrenten CureVac rechtlich besiegelt, da eröffnet sich bereits eine neue juristische Front. Während eine alte Patentstreitigkeit damit Geschichte ist, sorgt nun der Pharma-Riese Bayer für neue Unsicherheit bezüglich der mRNA-Technologie.
CureVac-Kapitel geschlossen
Seit gestern ist BioNTech offiziell alleiniger Eigentümer von CureVac. Damit ist die Konsolidierung im deutschen Biotech-Sektor einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Die Integration der Tübinger Konkurrenz beendet effektiv die bisherigen Patentstreitigkeiten zwischen den beiden Unternehmen und sichert BioNTech vollen Zugriff auf die Technologie von CureVac. Die Börse zieht bereits die Konsequenzen: Der Handel mit CureVac-Aktien wurde ausgesetzt, das formale Delisting ist für den 16. Januar 2026 angesetzt.
Neuer juristischer Gegenwind
Die juristische Atempause währte jedoch nur kurz. Wie am heutigen Mittwoch bestätigt wurde, hat Bayer – beziehungsweise dessen Monsanto-Einheit – Klage eingereicht. Der Vorwurf lautet auf Missbrauch proprietärer mRNA-Technologie bei der Herstellung von COVID-19-Impfstoffen. Diese Klage richtet sich nicht nur gegen BioNTech, sondern auch gegen die Partner Pfizer und Moderna. Für Investoren bedeutet dies, dass trotz der Beilegung des CureVac-Konflikts weiterhin rechtliche Risiken und potenzielle Kostenfaktoren die Ressourcen binden könnten.
Analysten bleiben optimistisch
Ungeachtet der neuen Störfeuer halten Experten an ihrer positiven Einschätzung fest. Morgan Stanley bestätigte gestern das "Buy"-Rating mit einem Kursziel von 134 US-Dollar, was ein deutliches Aufwärtspotenzial impliziert. Dennoch bleibt das finanzielle Umfeld herausfordernd, da die jüngsten Quartalszahlen im Gegensatz zum Vorjahr wieder einen Nettoverlust auswiesen. Der Aktienkurs zeigt sich bei aktuell 84,20 Euro stabil, hat aber auf Sicht von zwölf Monaten noch immer rund 31 Prozent an Wert eingebüßt.
Der Fokus richtet sich nun auf die operative Integration von CureVac nach dem Delisting Mitte Januar. Gleichzeitig wird die konkrete juristische Verteidigungsstrategie gegen die Bayer-Vorwürfe entscheidend sein, um die Stimmung der Anleger im weiteren Verlauf des ersten Quartals 2026 zu stabilisieren.
BioNTech-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BioNTech-Analyse vom 08. Januar liefert die Antwort:
Die neusten BioNTech-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BioNTech-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 08. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BioNTech: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








