BioNTech treibt den Umbau zum Onkologie-Konzern mit Nachdruck voran. Auf dem europäischen Lungenkrebskongress in Kopenhagen präsentierte das Unternehmen vielversprechende Überlebensdaten für zwei seiner wichtigsten Wirkstoffkandidaten. Obwohl die klinischen Ergebnisse überzeugen, reagieren erste Analysten mit moderaten Kurszielsenkungen.

Lungenkrebs-Pipeline liefert ab

Im Zentrum der Präsentation standen die Onkologie-Kandidaten Pumitamig und Gotistobart. Für Pumitamig zeigten neue Phase-2-Daten in Kombination mit einer Chemotherapie ein mittleres Gesamtüberleben von 16,9 Monaten bei kleinzelligem Lungenkrebs. Historische Vergleichsdaten der bisherigen Standardtherapie liegen bei lediglich 12,3 Monaten.

Noch deutlichere Signale lieferte Gotistobart in einer Phase-3-Studie. Bei Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs reduzierte der Antikörper das Sterberisiko im Vergleich zur Standard-Chemotherapie um 54 Prozent. Diese Resultate untermauern den strategischen Schwenk des Unternehmens hin zu späten klinischen Entwicklungsphasen in der Krebsmedizin.

Analysten passen Modelle an

Trotz der medizinischen Fortschritte passte die Investmentbank H.C. Wainwright am Dienstag ihr Kursziel von 140 auf 130 US-Dollar an, behielt aber die Kaufempfehlung bei. Zuvor hatten bereits BMO Capital und Jefferies ihre Zielmarken leicht nach unten korrigiert. Der Markt preist hier offenbar die enormen Kosten der Transformation ein. Für das laufende Jahr 2026 rechnet das Management mit bereinigten Forschungs- und Entwicklungsausgaben zwischen 2,2 und 2,5 Milliarden Euro.

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An der Börse spiegelte sich diese teure Übergangsphase zuletzt deutlich wider. Auf Monatssicht verlor das Papier über 16 Prozent an Wert. Heute reagierten Anleger allerdings positiv auf die Studiendaten und schickten den Kurs um 3,64 Prozent auf 76,95 Euro nach oben.

Milliardenpolster für den Umbruch

Finanziell steht der Konzern auf einem soliden Fundament. Das vierte Quartal 2025 übertraf mit einem Umsatz von 907,4 Millionen Euro die Markterwartungen deutlich. Mit liquiden Mitteln und Investitionen in Höhe von 17,2 Milliarden Euro im Rücken kann das Management den anstehenden Strukturwandel problemlos finanzieren.

Dieser Wandel betrifft auch die Führungsebene. Die Mitgründer Ugur Sahin und Özlem Türeci planen, bis Ende 2026 ein unabhängiges mRNA-Unternehmen auszugründen, an dem BioNTech eine Minderheitsbeteiligung halten wird. BioNTech selbst fokussiert sich derweil auf die eigene Kern-Pipeline und plant, bis Jahresende 15 Phase-3-Studien in der Onkologie parallel zu betreiben.

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