BioNTech Aktie: Gründerabgang erschüttert Anleger
Ein Kurseinbruch von über 20 Prozent an einem einzigen Tag — das ist keine Routine. BioNTech traf seine Investoren vergangene Woche gleich mit zwei Nachrichten auf einmal: enttäuschende Jahreszahlen und der angekündigte Abgang der Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci.
Was hinter dem Kurseinbruch steckt
Der Umsatz im vierten Quartal 2025 sank auf 907 Millionen Euro, verglichen mit 1,19 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Der Grund: Die Nachfrage nach COVID-19-Impfstoffen lässt weiter nach. Für das Gesamtjahr 2025 verbuchte BioNTech einen Umsatz von 2,87 Milliarden Euro — bei einem IFRS-Nettoverlust von 1,14 Milliarden Euro.
Für 2026 erwartet das Unternehmen Gesamterlöse von lediglich 2,0 bis 2,3 Milliarden Euro, da die Impfstoffeinnahmen sowohl in den USA als auch in Europa weiter sinken sollen.
Gleichzeitig gab BioNTech bekannt, dass Sahin und Türeci bis Ende 2026 in ein neues, unabhängiges Unternehmen wechseln werden, das sich auf mRNA-Innovationen der nächsten Generation konzentriert. BioNTech soll eine Minderheitsbeteiligung sowie Meilensteinzahlungen und Lizenzgebühren erhalten. Ein verbindlicher Vertrag wird bis Ende des ersten Halbjahres 2026 erwartet. Der Aufsichtsrat hat bereits eine Suche nach Nachfolgern eingeleitet.
Onkologie als Fundament der Zukunftsstrategie
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Trotz des Führungswechsels und der sinkenden Impfstofferlöse bleibt die klinische Pipeline unberührt. 2026 soll das erste Jahr werden, in dem BioNTech mehrere Spätphasendaten über verschiedene Krebsarten hinweg präsentiert — sieben Datenpakete sind geplant, fünf davon mit potenzieller Zulassungsrelevanz. Aktuell laufen neun Phase-III-Studien in der Onkologie, sechs weitere sollen noch in diesem Jahr starten. Das Finanzpolster ist dabei beträchtlich: BioNTech schloss 2025 mit 17,2 Milliarden Euro in liquiden Mitteln und Wertpapieren ab.
Analysten sehen Überreaktion
Nach dem Einbruch erholte sich die Aktie am Folgetag um rund 7,7 Prozent — ein Zeichen, dass ein Teil der Investoren den Sell-off als übertrieben einstufte. Clear Street senkte das Kursziel von 181 auf 167 US-Dollar, behielt aber die Kaufempfehlung bei und verwies auf die starke Kassenposition sowie die fortgeschrittene Pipeline. Jefferies reduzierte sein Ziel auf 138 US-Dollar, ebenfalls bei „Buy", und argumentierte, eine neue Führung mit Fokus auf Kommunikation und Umsetzung könnte sich langfristig als Vorteil erweisen.
Ob BioNTechs Onkologie-Pipeline die wegbrechenden Impfstofferlöse tatsächlich kompensieren kann, wird sich an den fünf zulassungsrelevanten Datenpaketen messen lassen, die im Laufe des Jahres erwartet werden.
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