Das Mainzer Biotech-Unternehmen BioNTech befindet sich in einer entscheidenden Transformationsphase. Weg vom reinen Impfstoffhersteller, hin zum breit aufgestellten Onkologie-Konzern – so lautet die Strategie. Während die Einnahmen aus dem Covid-Geschäft erwartungsgemäß bröckeln, sorgt nun eine frische Einschätzung der Investmentbank Goldman Sachs für neue Zuversicht bei den Anlegern. Die Analysten sehen das Unternehmen an einem wichtigen Wendepunkt.

Analysten heben den Daumen

Am 16. Januar stufte Goldman Sachs die BioNTech-Aktie von „Neutral“ auf „Buy“ hoch und hob das Kursziel deutlich von 115 auf 142 US-Dollar an. Angesichts eines Schlusskurses von 91,10 Euro (Dienstag) impliziert dies ein theoretisches Aufwärtspotenzial von rund 34 Prozent. Begründet wird dieser Optimismus mit der starken Positionierung des Unternehmens inmitten bedeutender Entwicklungen im Krebsforschungssektor.

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Die Hochstufung folgte auf eine umfassende Strategiepräsentation, bei der CEO Ugur Sahin ehrgeizige Pläne für die kommenden Jahre vorstellte. Trotz eines Kursrückgangs von 5,35 Prozent seit Jahresanfang sehen die Experten nun offenbar einen günstigen Einstiegszeitpunkt.

Massive Pipeline-Expansion

Der Fokus liegt klar auf der Zukunft der Krebsmedizin. BioNTech beschleunigt den Wandel hin zu einem Multi-Produkt-Onkologie-Unternehmen mit hohem Tempo:

  • Bis Ende 2026 sollen 15 klinische Studien der Phase 3 laufen.
  • Für das laufende Jahr sind sechs neue Phase-3-Starts geplant.
  • Insgesamt befinden sich über 25 Onkologie-Studien in Phase 2 oder 3.

Besonders vielversprechend erscheint der bispezifische Antikörper Pumitamig (BNT327). Daten der Phase 2 zeigten hier eine Ansprechrate von 72 Prozent bei Patientinnen mit einer bestimmten Form von Brustkrebs. Analysten von H.C. Wainwright bestätigten daraufhin ebenfalls ihre Kaufempfehlung.

Solides Finanzpolster trifft auf Umsatzrückgang

Finanziell steht der Konzern auf einem stabilen Fundament. Zum Jahresende 2025 verfügte BioNTech über liquide Mittel in Höhe von rund 17,2 Milliarden Euro. Diese „Kriegskasse“ sichert die kostenintensiven Forschungsaktivitäten ab, auch wenn für 2026 noch keine signifikanten Einnahmen aus Krebsmedikamenten erwartet werden.

Gleichzeitig dämpft das Management die Erwartungen für das Bestandsgeschäft: Für 2026 wird mit einem moderaten Rückgang der Erlöse aus dem Covid-Impfstoff Comirnaty gerechnet. Gründe hierfür sind geänderte Impfempfehlungen in den USA und der fortschreitende Übergang von staatlichen Verträgen hin zu privaten Märkten.

Strategische Zukäufe und juristische Störfeuer

Die Marktposition im mRNA-Bereich wurde durch die Ende Dezember abgeschlossene Übernahme von CureVac weiter gefestigt. Zusätzlich vertieft ein neuer 50-Millionen-Dollar-Fonds die Zusammenarbeit mit der University of Pennsylvania, der Wiege der mRNA-Forschung.

Dennoch gibt es Risiken abseits der Labore: Anfang Januar reichte Bayer eine Patentklage ein. Der Vorwurf lautet auf Missbrauch von Technologien zur mRNA-Stabilisierung, die ursprünglich in den 1980er Jahren für die Landwirtschaft entwickelt wurden. Bayer fordert Schadenersatz, strebt jedoch keinen Produktionsstopp für Impfstoffe an.

Das Jahr 2026 wird für BioNTech zum Lackmustest. Entscheidend ist nun, ob die angekündigten klinischen Daten die Transformation rechtfertigen und den Weg für Zulassungen bis 2030 ebnen. Analysten der Citi betonen bereits jetzt die Sonderstellung des Unternehmens unter den traditionellen Impfstoffwerten, doch der Beweis durch Studienergebnisse steht noch aus.

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