Heute legt BioNTech seine Jahreszahlen für 2025 vor – und der Markt schaut dabei weniger auf die aktuellen Quartalsergebnisse als auf die Fortschritte im Onkologie-Portfolio. Der Wandel vom COVID-19-Impfstoffhersteller zum Krebsmedizin-Unternehmen ist in vollem Gang.

Solide Basis, schwache Gewinne

Die Erwartungen an das vierte Quartal waren bereits verhalten: Analysten rechneten mit einem Verlust von 0,57 Dollar je Aktie bei einem Umsatz von rund 942 Millionen Dollar. Dass kurzfristige Verluste die Stimmung wenig belasten, zeigte sich zuletzt im dritten Quartal – damals verfehlte BioNTech die EPS-Schätzung um 0,89 Dollar, dennoch stieg die Aktie am Folgetag leicht.

Der Grund: Investoren bewerten das Unternehmen zunehmend anhand seiner klinischen Pipeline, nicht der aktuellen Quartalszahlen. Dazu trägt auch die starke Bilanz bei. Zum Jahresende 2025 verfügte BioNTech über 17,2 Milliarden Euro in Barmitteln und Kapitalanlagen – ein komfortables Polster für die anstehenden Investitionen in die Onkologie-Strategie.

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Pumitamig als Dreh- und Angelpunkt

Im Mittelpunkt der heutigen Investorenveranstaltung dürfte pumitamig stehen, ein bispezifischer Antikörper gegen PD-L1 und VEGF-A. Das Mittel wird in mehreren Krebsindikationen getestet – darunter Brust- und Lungenkrebs sowie Leberkrebs – und soll laut BMO Capital Markets „das Herzstück" der BioNTech-Strategie für 2026 sein. Im Juni 2025 sicherte sich BioNTech dafür eine Partnerschaft mit Bristol Myers Squibb, die Meilensteinzahlungen von bis zu 7,6 Milliarden Dollar vorsieht.

Parallel dazu schloss BioNTech im Dezember 2025 die Übernahme von CureVac ab – mit einer Annahmequote von rund 87 Prozent. Die Akquisition stärkt die hauseigenen mRNA-Kapazitäten und ergänzt die laufenden Onkologie-Programme. Zudem erhielt BNT113, eine mRNA-basierte Krebsimmuntherapie, im Januar 2026 vom FDA den Fast-Track-Status für eine bestimmte Form von Kopf-Hals-Krebs.

Auf dem Weg zum Onkologie-Konzern

Bis Ende 2026 plant BioNTech 15 laufende Phase-3-Studien und sieben spätklinische Datenpräsentationen – bis 2030 sollen es mindestens 17 werden. Analysten zeigen sich überwiegend optimistisch: Laut TipRanks empfehlen 12 von 14 Analysten die Aktie zum Kauf, der durchschnittliche 12-Monats-Kursziel liegt bei 141 Dollar. Die BioNTech-Aktie notiert derzeit rund 17 Prozent unterhalb ihres 52-Wochen-Hochs von 105,90 Euro.

Die Jahreszahlen 2025 markieren damit weniger einen Abschluss als einen Startpunkt: Ob BioNTech bis 2030 tatsächlich als kommerziell ausgerichtetes Onkologie-Unternehmen dasteht, wird sich an den anstehenden Studiendaten entscheiden – der erste größere Prüfstein kommt noch in diesem Jahr.

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