BioNTech arbeitet mit Hochdruck an der Zeit nach der Pandemie. Auf der J.P. Morgan Healthcare Conference in San Francisco skizzierte CEO Ugur Sahin den klaren Fahrplan für 2026, der das Unternehmen endgültig als festen Player in der Krebsmedizin etablieren soll. Mit gefüllten Kassen und einer massiv ausgebauten Pipeline will der Mainzer Konzern die Abhängigkeit vom Covid-Geschäft hinter sich lassen und neue Wachstumsfelder erschließen.

Strategische Neuausrichtung

Die Botschaft des Managements ist eindeutig: Der Fokus liegt wieder primär auf Krebstherapien. Aktuell betreibt BioNTech mehr als 25 klinische Studien der Phasen 2 und 3 in insgesamt 16 Programmen. Damit hat sich die Zahl der fortgeschrittenen Onkologie-Studien innerhalb von nur zwei Jahren mehr als verdoppelt.

Diese Expansion wird 2026 greifbare Ergebnisse liefern. Das Unternehmen erwartet in diesem Jahr sieben Datenveröffentlichungen aus fortgeschrittenen Studienphasen und den Start von sechs weiteren Phase-3-Studien. Bis Ende des Jahres sollen insgesamt 15 Phase-3-Studien laufen. Unterstützt wird diese Entwicklung durch die Ende Dezember 2025 abgeschlossene Übernahme von CureVac, die BioNTechs Position im mRNA-Bereich durch zusätzliches geistiges Eigentum und Produktionskapazitäten festigt.

Das 17-Milliarden-Polster

Ein entscheidender Vorteil für die Umsetzung dieser ambitionierten Pläne ist die bilanzielle Stärke. Zum 31. Dezember 2025 verfügte BioNTech über liquide Mittel und Wertpapieranlagen in Höhe von 17,2 Milliarden Euro. Dieses massive Finanzpolster ermöglicht es dem Unternehmen, auch ohne sofortige Gewinne aus dem Onkologie-Bereich massiv in Forschung und Entwicklung zu investieren.

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Auf der Einnahmeseite stellt sich das Unternehmen jedoch auf einen Übergang ein. Für 2026 wird ein moderater Rückgang der Umsätze mit dem Covid-19-Impfstoff Comirnaty erwartet, bedingt durch veränderte Impfempfehlungen in den USA und den Wandel hin zu privaten Märkten. Umsätze aus Onkologie-Produkten sind für das laufende Jahr noch nicht eingeplant.

Vielversprechende Studiendaten

Dass die Pipeline Potenzial hat, unterstrichen erste klinische Daten, die auf der Konferenz präsentiert wurden. Das Programm "Prometimic" zeigte bei kleinzelligem Lungenkrebs und Brustkrebs hohe Ansprechraten. Auch das Programm "Gotistobart" lieferte positive Signale mit einer deutlichen Risikoreduktion im Vergleich zu Standardtherapien.

Diese Fortschritte kommen am Markt gut an. Die Aktie konnte sich zuletzt erholen und notiert aktuell bei 93,35 Euro, was einem Plus von gut 9 Prozent auf 7-Tages-Sicht entspricht. Analysten von Citi und Morgan Stanley sehen angesichts der Pipeline und der Barreserven weiterhin Potenzial und bestätigen ihre Kaufempfehlungen mit Kurszielen deutlich über dem aktuellen Niveau.

Ausblick

Für Anleger wird das Jahr 2026 von der klinischen Exekution geprägt sein. Der nächste wichtige Termin steht bereits fest: Am 10. März 2026 wird BioNTech die vollständigen Finanzergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vorlegen, gefolgt von der Jahreshauptversammlung am 15. Mai.

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