BioNTech Aktie: Bayer greift an
Bayer hat BioNTech, Pfizer und Moderna wegen angeblicher Patentverletzungen verklagt. Der Pharmakonzern behauptet, die mRNA-Stabilisierungstechnologie in den COVID-19-Impfstoffen basiere auf seinen eigenen Entwicklungen aus den 1980er Jahren. Gleichzeitig steht BioNTech vor dem Abschluss der CureVac-Übernahme.
Die Klage im Detail
Am 7. Januar 2026 reichte Bayer Klagen vor US-Bundesgerichten in Delaware ein. Der Vorwurf: Die mRNA-Technologie der COVID-19-Impfstoffe nutze Verfahren zur Stabilisierung von Boten-RNA, die ursprünglich von Bayers Tochter Monsanto für landwirtschaftliche Anwendungen entwickelt wurden.
Bayer fordert Schadenersatz aus den Impfstofferlösen, verzichtet aber explizit auf ein Produktionsverbot. Diese Entscheidung unterscheidet die Klage von früheren Patentstreitigkeiten zwischen Moderna und Pfizer/BioNTech, die teils auf Verkaufsstopps abzielten.
Die rechtliche Grundlage ist ungewöhnlich: Bayer stützt sich auf Biotechnologie-Patente aus den 1980er Jahren, die nicht für Pharmaprodukte, sondern für Pflanzenzüchtung konzipiert waren. Damit reiht sich der Konzern in eine wachsende Liste von Unternehmen ein, die Ansprüche auf grundlegende mRNA-Technologien erheben.
CureVac-Integration läuft
Parallel zur Klage schließt BioNTech die Übernahme von CureVac ab. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Übernahmeangebots am 18. Dezember 2025 erwartet das Unternehmen den Squeeze-out der verbliebenen Aktionäre noch im Januar.
Mit der Transaktion sichert sich BioNTech Produktionskapazitäten in Tübingen und eine Pipeline von mRNA-Kandidaten in der Onkologie und bei Infektionskrankheiten. Die Integration beseitigt zudem einen direkten Wettbewerber im deutschen Biotech-Sektor.
Markt bleibt gelassen
Die Aktie schloss am 6. Januar bei 98,09 US-Dollar. Die Reaktion fällt verhalten aus – anders als bei früheren Patentstreitigkeiten in der Pandemie-Phase. Anleger scheinen die Klage als langfristiges Rechtsrisiko einzustufen, nicht als operative Bedrohung.
Die nächsten Signale dürften von der J.P. Morgan Healthcare Conference Mitte Januar kommen. Dort könnte das Management Details zur CureVac-Integration nennen und möglicherweise zur Verteidigungsstrategie gegen Bayer Stellung nehmen. Der endgültige Abschluss des Squeeze-out wird die Konzernstruktur klären und erste Synergieberichte im Q1 2026 ermöglichen.
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