BigBear.ai hat seine Bilanz grundlegend umgebaut und damit die Voraussetzungen für eine offensivere Wachstumsstrategie geschaffen. Das Unternehmen kündigte die Einlösung fast aller hochverzinslichen Wandelanleihen an und schloss zeitgleich die Übernahme von Ask Sage ab. Kann der Konzern damit von einer defensiven zu einer wachstumsorientierten Ausrichtung wechseln?

Wesentliche Fakten auf einen Blick:
- Rund 125 Mio. US-Dollar an Wandelanleihen sollen entfallen; Einlösung geplant für den 16. Januar.
- Übernahme von Ask Sage zum Jahresende für 250 Mio. US-Dollar in bar.
- Reporteter Cash-Bestand: über 700 Mio. US-Dollar; in einer Bewertung wird ein Betrag von 715 Mio. US-Dollar genannt.

Tilgung der Wandelanleihen

BigBear.ai hat formell die Einlösung aller ausstehenden 6,00%-Convertible Senior Secured Notes fällig 2029 angekündigt. Die Maßnahme soll etwa 125 Mio. US-Dollar Schulden vom Balance Sheet nehmen. Die Einlösung ist für den 16. Januar 2026 terminiert.

Das Unternehmen setzt auf eine Kombination aus freiwilligen Konversionen und einer abschließenden Barauszahlung für nicht konvertierte Papiere. Das Management rechnet damit, dass die Mehrheit der Inhaber den Austausch in Eigenkapital wählt, um die Liquidität zu schonen. Zu diesem Zweck werden rund 38 Millionen zuvor reservierte Stammaktien ausgegeben, die bei der Erstemission der Notes 2024 vorgesehen waren.

Ask Sage übernommen

Zeitgleich bestätigte BigBear.ai die abschließende Übernahme von Ask Sage zum 31. Dezember 2025. Der Kaufpreis lag bei 250 Mio. US-Dollar in bar. Ask Sage liefert eine generative KI-Plattform für Verteidigungs- und regulierte Märkte und soll die Produktpalette im Bereich sicherer KI-Lösungen erweitern.

Finanzielle Eckdaten der Übernahme:
- Erwarteter Annual Recurring Revenue (ARR) für 2025: rund 25 Mio. US-Dollar.
- Plattformnutzung: mehr als 100.000 Nutzer in missionkritischen Umgebungen.
- Finanzierung: vollständig aus bestehenden Barmitteln, ohne neue Schuldenaufnahme.

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Liquidität, Marktreaktion und Ausblick

Nach Abschluss der Maßnahmen reduziert sich die Note-bezogene Verschuldung laut Unternehmensangaben von etwa 142 Mio. US-Dollar auf verbleibende 17 Mio. US-Dollar — diese betreffen noch Wandelanleihen mit Fälligkeit 2026. Gleichzeitig meldet BigBear.ai eine Kassenposition von über 700 Mio. US-Dollar; in der weiteren Bewertung wird ein Betrag von 715 Mio. US-Dollar genannt. Die Current Ratio liegt bei 3,13.

Die Aktie reagierte positiv: Schlusskurs der jüngsten Sitzung lag bei 5,83 US-Dollar, ein Plus von rund 8,15%. Intraday wurde ein Höchststand von 5,85 US-Dollar erreicht; das gehandelte Volumen betrug etwa 55,2 Millionen Aktien. Die Marktkapitalisierung wird mit rund 2,54 Milliarden US-Dollar angegeben. Die Aktie weist eine hohe Volatilität mit einem Beta von 3,46 auf.

Gestern meldeten drei Führungskräfte die Verrechnung von Aktien zur Erfüllung von Steuerverbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Vesting-Periode am 31. Dezember 2025. Konkret wurden 4.663 Aktien beim CEO, 6.625 beim CFO und 5.945 beim General Counsel zum Preis von 5,50 US-Dollar einbehalten. Diese Vorgänge waren administrative Maßnahmen zur Steuerabführung, keine Verkäufe am freien Markt.

Die Bilanzbereinigung verringert Zinsaufwendungen und vergrößert die finanzielle Flexibilität. Damit verlagert sich der Fokus von kurzfristiger Solvenzabsicherung auf die Nutzung der liquiden Mittel und die Integration von Ask Sage zur Umsatzdiversifizierung im behördlichen und kommerziellen KI-Bereich.

Konkret bleibt der 16. Januar 2026 als Stichtag für die vollständige Einlösung der 2029-Notes zu beobachten; bis dahin dürften Konversionsergebnisse und die endgültige Aktienausgabe die Kapitalstruktur und das verfügbare Aktienangebot unmittelbar beeinflussen.

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