Ist der juristische Albtraum endlich vorbei? Die Bayer Aktie markierte heute ein neues 52-Wochen-Hoch und lässt Anleger nach einer jahrelangen Durststrecke aufatmen. Der Grund für die Euphorie liegt in Washington: Der US Supreme Court nimmt sich des entscheidenden Durnell-Falls an, was die Karten im Glyphosat-Poker komplett neu mischen und Milliardenrisiken beseitigen könnte.

Hier sind die Fakten der aktuellen Entwicklung:

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Bayer?

  • Höchststand: Schlusskurs heute bei 44,55 € (neues 52-Wochen-Hoch).
  • Performance: Ein Plus von 111,21 % auf Sicht von 12 Monaten.
  • Auslöser: Supreme Court prüft Glyphosat-Fall "Durnell".
  • Analysten-Echo: Bank of America sieht Kursziel bei 55 Euro.

Entscheidung in Washington naht

Der zentrale Treibstoff für den aktuellen Kursanstieg ist die Ankündigung des US Supreme Court vom 16. Januar, den Fall Durnell zu verhandeln. Marktbeobachter werten dies als potenziellen Wendepunkt. Das oberste US-Gericht prüft, ob bundesstaatliche Klagen wegen fehlender Warnhinweise durch US-Bundesrecht blockiert werden.

Sollte das Gericht der Argumentation folgen, dass die Zulassung durch die US-Umweltbehörde EPA Vorrang hat, könnte dies Tausende anhängige Klagen entkräften. Die Bank of America (BofA) beziffert die Wahrscheinlichkeit für ein positives Urteil auf 70 Prozent. Eine Entscheidung wird bis Juni 2026 erwartet. Dies ist von enormer Tragweite, da Bayer Rückstellungen in Höhe von 7,6 Milliarden Euro für diese Rechtsstreitigkeiten gebildet hat.

Analysten heben Ziele an

Die Finanzwelt reagiert prompt auf die veränderte Risikolage. Mehrere Investmentbanken, darunter JPMorgan, Morgan Stanley und Barclays, haben ihre Einstufungen auf "Overweight" oder vergleichbare Ratings angepasst. Besonders optimistisch zeigt sich die BofA Securities, die ihr Kursziel von 35 auf 55 Euro anhob.

Diese Zuversicht spiegelt sich im Chart wider. Die Aktie notiert aktuell 51,03 % über ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 29,50 €, was den starken Aufwärtstrend unterstreicht. Auch kurzfristig bleibt das Momentum hoch, wie der Abstand von fast 20 % zum 50-Tage-Durchschnitt belegt.

Operative Stärke jenseits des Gerichtssaals

Neben der Glyphosat-Thematik liefert das operative Geschäft Unterstützung. Die Pharma-Pipeline verzeichnet wichtige Fortschritte, die Investoren honorieren. Dazu gehören die FDA- und EU-Zulassung für das Menopause-Mittel Lynkuet (Elinzanetant) sowie eine beschleunigte Zulassung für das Krebsmedikament Hyrnuo. Diese Erfolge sind essenziell, um die Umsatzeinbußen durch den Patentablauf des Blockbusters Xarelto zu kompensieren. Das Management stellt ab 2027 eine Rückkehr zu mittlerem einstelligem Wachstum in der Pharma-Sparte in Aussicht.

Risiken bleiben bestehen

Trotz der Euphorie sollten Anleger die fundamentale Situation nicht ausblenden. Die Bilanz ist durch die Rechtsstreitigkeiten weiterhin belastet, was sich in einem negativen Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) niederschlägt. Zudem sind aktuell noch rund 65.000 Roundup-Klagen offen.

Das Szenario für die kommenden Monate ist klar definiert: Ein positives Urteil des Supreme Court bis Juni 2026 würde die Bilanz massiv entlasten und den Weg für eine Neubewertung freimachen. Ein negatives Urteil hingegen könnte dazu führen, dass die gebildeten Rückstellungen nicht ausreichen und die Aktie die jüngsten Gewinne wieder abgibt.

Bayer-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Bayer-Analyse vom 23. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Bayer-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Bayer-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Bayer: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...