Bayer kämpft an mehreren juristischen Fronten gleichzeitig. Während ein geplanter Milliarden-Vergleich im Glyphosat-Streit auf organisierten Widerstand stößt, zieht der Konzern nun selbst gegen einen Konkurrenten vor Gericht. Diese Entwicklungen verschärfen den Druck auf die ohnehin belastete Bilanz des Unternehmens.

Widerstand gegen Milliarden-Vergleich

Ein Bündnis aus 14 Anwaltskanzleien, die rund 20.000 Kläger vertreten, hat beim zuständigen Gericht in Missouri einen Antrag eingereicht, um in den geplanten 7,25 Milliarden US-Dollar schweren Vergleich einzugreifen. Die Anwälte bezeichnen die 600-seitige Vereinbarung als beispiellos und verweisen auf zahlreiche Warnsignale, die gegen die Fairness des Deals sprechen könnten. Wird es dem Management gelingen, die rechtlichen Altlasten trotz dieses neuen Widerstands endgültig zu deckeln?

Bayer erklärte dazu, dass man mit Gegenwind gerechnet habe und einer robusten Debatte vor Gericht gelassen entgegensehe. Das Unternehmen bleibt zuversichtlich, dass der Plan fair ist und gerichtlich bestätigt wird. Der Vergleich gilt als zentraler Baustein der Konzernstrategie, um die langjährigen Rechtsstreitigkeiten um das Herbizid Roundup zu beenden.

Klage gegen Johnson & Johnson

Abseits der Glyphosat-Thematik geht Bayer nun selbst in die Offensive. Der Konzern reichte am Montag Klage gegen Johnson & Johnson sowie dessen Tochter Janssen Biotech in New York ein. Der Vorwurf lautet auf irreführende Werbung für ein Krebsmedikament.

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Laut Bayer nutzt der Konkurrent wissenschaftlich fehlerhafte Analysen, um das Marktpotenzial von Bayers Medikament NUBEQA® gezielt zu schwächen. Ziel sei es laut der Klageschrift, den Absatz des konkurrierenden J&J-Produkts ERLEADA® zu steigern. Dieser Schritt verdeutlicht, dass Bayer trotz der Belastungen im Agrargeschäft seine Marktposition im Pharma-Sektor energisch verteidigt.

Finanzieller Druck und Ausblick

Die rechtlichen Auseinandersetzungen hinterlassen tiefe Spuren in der Finanzplanung. Bayer rechnet für 2026 mit einem negativen freien Cashflow, was der Konzern unter anderem mit den Zahlungen für die Roundup-Vergleiche begründet. In diesem Umfeld hat die Investmentbank Goldman Sachs ihren Anteil der Stimmrechte am Unternehmen zuletzt leicht auf 6,75 Prozent gesenkt.

Anleger erhalten Anfang März ein detailliertes Bild der Lage, wenn Bayer die verschobenen Finanzergebnisse für 2025 sowie den Ausblick auf das laufende Jahr präsentiert. Dann wird sich zeigen, wie stark die juristischen Kosten die künftige Investitionsfähigkeit tatsächlich einschränken. Die Aktie notierte zuletzt bei 12,48 USD und hält damit einen Abstand von etwa 13 Prozent zu ihrem 52-Wochen-Hoch.

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