Jahrelang belastete der Glyphosat-Rechtsstreit den Börsenkurs, doch nun deutet sich eine fundamentale Wende an. Die Entscheidung des US Supreme Court, einen präzedenzträchtigen Fall zur Prüfung anzunehmen, fungiert als massiver Katalysator und treibt das Papier auf ein neues 52-Wochen-Hoch. Investoren fragen sich: Ist damit der Weg für eine nachhaltige Neubewertung endlich frei?

Die wichtigsten Fakten:
* Juristischer Meilenstein: US Supreme Court prüft Vorrang von Bundesrecht im Glyphosat-Streit.
* Starke Performance: Kursplus von über 111 % auf Sicht von 12 Monaten.
* Pharma-Hoffnung: Wichtige Studiendaten für Asundexian im Februar erwartet.

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Hoffnung auf juristischen Befreiungsschlag

Der primäre Treiber der aktuellen Rally ist die US-Justiz. Der Oberste Gerichtshof hat angekündigt, den Fall "Durnell" zu verhandeln. Diese Entwicklung ist weit mehr als eine juristische Fußnote: Es geht um die Grundsatzfrage, ob die Zulassung durch die nationale US-Umweltbehörde EPA Vorrang vor den Warnhinweis-Gesetzen einzelner Bundesstaaten hat.

Sollten die Richter zugunsten des Leverkusener Konzerns entscheiden, würde dies einer Vielzahl anhängiger Klagen die rechtliche Basis entziehen. Marktteilnehmer honorieren die Aussicht auf sinkende Rückstellungsrisiken sofort. Die Aktie schloss am Freitag bei 44,55 Euro, was exakt dem neuen 52-Wochen-Hoch entspricht. Der Abstand zum Tief im April 2025 beträgt mittlerweile beachtliche 123 %.

Operative Erfolge in der Pharma-Sparte

Neben der Fantasie im Agrar-Geschäft liefert auch die Pharma-Division Argumente für die Bullen. Die US-Gesundheitsbehörde FDA verlieh dem Zelltherapie-Kandidaten OpCT-001 den "Orphan-Drug-Status", was wichtige Marktexklusivitäten für die Behandlung seltener Netzhauterkrankungen sichert.

Zudem rückt der Wirkstoff Asundexian wieder in den Vordergrund. Nach positiven Signalen aus der Phase-III-Studie OCEANIC-STROKE warten Anleger nun auf Details. Die Präsentation der vollständigen Daten auf der Internationalen Schlaganfall-Konferenz (ISC) wird mit Spannung erwartet.

Analysten heben Kursziele an

Die Kombination aus juristischer Entlastung und operativen Fortschritten führt zu einer Neubewertung durch institutionelle Beobachter. Banken wie BofA Securities und Morgan Stanley haben ihre Kursziele auf 55 Euro angehoben, während JPMorgan auf Überraschungspotenzial bei den kommenden Quartalszahlen verweist.

Charttechnisch untermauert die Kursentwicklung den Optimismus. Mit dem Sprung über die 44-Euro-Marke hat sich der Titel weit von seinem 200-Tage-Durchschnitt (29,50 Euro) entfernt, was die Dynamik des aktuellen Aufwärtstrends unterstreicht.

Der nächste entscheidende Termin für Anleger ist der 5. Februar. Sollten die Asundexian-Daten auf der ISC-Konferenz überzeugen und die Signale aus Washington positiv bleiben, könnte sich die Aufwärtsbewegung weiter festigen.

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