Baxter International enttäuscht Anleger auf ganzer Linie. Neben schwachen Quartalszahlen und einem Milliardenverlust belastet vor allem der vorsichtige Ausblick auf das Geschäftsjahr 2026 die Stimmung. Die Aktie reagierte heute vorbörslich mit einem massiven Kursrutsch von fast 15 Prozent.

Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick:
* Bereinigter Gewinn (EPS) Q4: 0,44 USD (Erwartung: 0,52 – 0,54 USD)
* Umsatz Q4: 2,97 Mrd. USD (+8 % zum Vorjahr)
* Ausblick EPS 2026: 1,85 – 2,05 USD (Konsens: ~2,25 USD)
* Dividende: Kürzung auf 0,01 USD pro Aktie

Prognose weit unter Erwartungen

Der Hauptauslöser für den massiven Abverkauf ist der enttäuschende Ausblick auf das laufende Jahr. Während der Markt mit einem bereinigten Gewinn von etwa 2,25 USD pro Aktie gerechnet hatte, stellt das Management lediglich 1,85 bis 2,05 USD in Aussicht. Auch beim Umsatz zeigt sich das Unternehmen konservativ: Für 2026 wird lediglich ein Wachstum zwischen 0 und 1 Prozent erwartet.

Ursächlich für die gedämpften Erwartungen sind anhaltende operative Herausforderungen im komplexen Gesundheitsumfeld. Das Management stellt sich offensichtlich auf ein schwieriges Übergangsjahr ein, in dem die operative Sanierung Vorrang vor schnellem Wachstum hat.

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Milliardenverlust durch Abschreibungen

Trotz eines passablen Umsatzwachstums im vierten Quartal weist die Bilanz einen herben GAAP-Nettoverlust von rund 1,12 Milliarden USD aus. Dies entspricht einem Minus von 2,01 USD je Aktie. Verantwortlich hierfür sind primär nicht zahlungswirksame Effekte.

Dazu zählt eine Wertminderung des Firmenwerts in Höhe von 485 Millionen USD im Bereich „Front Line Care“ sowie eine Wertberichtigung auf latente Steueransprüche über 330 Millionen USD. Die operativen Segmente Medical Products und Pharmaceuticals zeigten sich mit Zuwächsen von 6 beziehungsweise 4 Prozent zwar widerstandsfähig, konnten die Sonderbelastungen in der Gesamtrechnung jedoch nicht kompensieren.

Radikaler Sparkurs und Board-Wechsel

Um die finanzielle Flexibilität zu erhöhen und den Schuldenberg abzutragen, geht Baxter bei der Dividende einen drastischen Schritt. Die Quartalsausschüttung wurde auf einen symbolischen Cent pro Aktie zusammengestrichen. Die freiwerdenden Mittel sollen vollständig in die Schuldentilgung und strategische Reinvestitionen fließen.

Gleichzeitig verstärkt sich das Unternehmen im Bereich Finanzen und Strategie. Michael R. McDonnell, der zuvor Führungspositionen bei Biogen und IQVIA innehatte, tritt morgen dem Board of Directors bei. Seine Erfahrung wird insbesondere bei der angestrebten Bilanzoptimierung benötigt, da die Aktie mit einem vorbörslichen Fall auf 19,00 USD ein neues Mehrejahrestief markierte.

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