Der Chemiegigant aus Ludwigshafen schockiert mit einem radikalen Kurswechsel: Während BASF einen Durchbruch bei Zukunftsbatterien feiert, zieht sich das Unternehmen gleichzeitig aus einem Milliarden-Dollar-Projekt in den USA zurück. Was steckt hinter dieser widersprüchlichen Strategie? Ist das der Beginn einer konsequenten Neuausrichtung oder ein Zeichen von Unsicherheit bei der Konzernspitze?

Batterie-Coup: BASF erobert Zukunftstechnologie

Der Erfolg kam überraschend schnell: BASF meldete die ersten Serienlieferungen von Kathodenmaterialien für Semi-Solid-State-Batterien an den chinesischen Hersteller WeLion New Energy. Diese Feststoffbatterien gelten als heiliger Gral der Elektromobilität – sie versprechen höhere Energiedichten und mehr Sicherheit als herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus.

Beeindruckend dabei: Der Sprung von der Konzeption zur Massenproduktion dauerte nur ein Jahr. Das Joint Venture BASF Shanshan Battery Materials (BSBM) bewies damit eine Agilität, die man dem deutschen Konzern längst nicht mehr zugetraut hatte.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BASF?

Milliarden-Rückzug: Das Ende eines Leuchtturmprojekts

Doch während BASF in der Batterietechnik Gas gibt, macht der Konzern beim "blauen" Ammoniak eine kehrtwende. Das gemeinsam mit dem norwegischen Unternehmen Yara geplante Großprojekt an der US-Golfküste ist Geschichte. Geplante Kapazität: 1,4 Millionen Tonnen CO2-armes Ammoniak pro Jahr.

Die offiziellen Gründe für den Ausstieg:
- Fokussierung auf Projekte mit höherem Wertschöpfungspotenzial
- Politische Unsicherheiten in den USA
- Unklare Renditeaussichten bei hohem Kapitaleinsatz

Sparkurs trifft Wachstumsstrategie

Was zunächst widersprüchlich erscheint, folgt einer klaren Logik: BASF setzt auf schnelle Renditen statt auf langfristige Großprojekte mit ungewissem Ausgang. Der Konzern will ab 2026 seine Investitionen deutlich zurückfahren – nach Abschluss des Verbundstandort-Aufbaus in China.

Die Batterietechnik hingegen verspricht schnelle Gewinne in einem explodierenden Markt. Der globale Boom der Elektromobilität macht Batteriematerialien zu einem der profitabelsten Geschäftsfelder der Chemiebranche.

Anleger warten auf Klarheit

Der RSI von 38,5 signalisiert eine leicht überverkaufte Situation bei der BASF-Aktie. Mit einem Abstand von rund 16 Prozent zum 52-Wochen-Hoch bei 53,98 Euro spiegelt der Kurs die anhaltende Unsicherheit über die strategische Ausrichtung wider.

Die entscheidenden Antworten könnten die Q3-Zahlen am 22. Oktober liefern. Dann wird sich zeigen, ob die Fokussierung auf margenstärkere Geschäfte bereits Früchte trägt – oder ob BASF weiter im strategischen Nebel navigiert.

BASF-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BASF-Analyse vom 31. August liefert die Antwort:

Die neusten BASF-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BASF-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 31. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

BASF: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...