Barrick Mining Aktie: Mali-Einigung belastet
Barrick Mining geht mit Gegenwind ins neue Jahr. Am ersten Börsenfreitag 2026 gab die Aktie trotz der jüngst erzielten Einigung im Mali-Konflikt nach. Im Fokus steht nun weniger die politische Lösung, sondern der finanzielle Preis dafür.
- Schlusskurs: 43,55 US-Dollar
- Tagesverlust: 1,56 %
- Einmalzahlung Mali-Vergleich: rund 430 Mio. US-Dollar
- Goldpreis: nahe 4.360 US-Dollar je Unze
Schwächerer Auftakt trotz starkem Gold
Die Aktie entfernte sich gestern von ihren jüngsten Hochs und folgte damit einer breiteren Korrektur im Edelmetallsektor. Zwar notiert Gold weiterhin auf historisch hohem Niveau nahe 4.360 US-Dollar je Unze, doch ein stärkerer Dollar und technische Gewinnmitnahmen sorgten für Druck.
Vor diesem Hintergrund fiel der Rückgang bei Barrick auch als „Sell on good news“-Reaktion aus: Nach dem positiven Mali-Beschluss nahmen Anleger Gewinne mit, statt die Erholung weiterzuspielen.
Technisch betrachtet testet der Kurs derzeit eine Unterstützungszone um 43 US-Dollar. Ein Halten dieses Bereichs wäre wichtig, um den seit Ende 2025 bestehenden mittelfristigen Aufwärtstrend zu sichern. Ein Rutsch darunter könnte den Weg in Richtung 50-Tage-Linie öffnen, während der Markt die finanziellen Folgen der Einigung einpreist.
Mali-Streit beigelegt – zu einem Preis
Operativ verbessert sich das Bild in Westafrika deutlich. Am 24. November 2025 meldete Barrick eine endgültige Einigung mit der Regierung von Mali zum Loulo-Gounkoto-Komplex. Die Vereinbarung sieht vor:
- Rückgabe der operativen Kontrolle über das Tier-One-Projekt an Barrick
- Zahlung eines Vergleichsbetrags von rund 430 Mio. US-Dollar
- formales Ende der Beschlagnahme von Goldbeständen und der vorläufigen staatlichen Verwaltung
Damit wird die Unsicherheit aus dem späten Jahr 2025 ausgeräumt. Gleichzeitig belastet die Einmalzahlung zusammen mit dem vorangegangenen Exportstopp die Bilanz: Die Q4- und Gesamtzahlen 2025 dürften diesen Effekt klar widerspiegeln, zumal ausgefallene Produktionstage erst wieder aufgeholt werden müssen.
Der Loulo-Gounkoto-Komplex mit einer Jahresproduktion von über 500.000 Unzen Gold gilt als zentraler Baustein im Produktionsprofil des Konzerns für 2026. Die Sicherung dieses Assets wirkt damit stabilisierend, auch wenn kurzfristig die Kostenseite im Vordergrund steht.
Strategischer Kontext: Mehr als nur Gold
2025 war für das Unternehmen ein Übergangsjahr. Mit der Umbenennung von Barrick Gold in Barrick Mining Corporation und dem Tickerwechsel an der NYSE auf „B“ unterstreicht das Management den Anspruch, sich breiter als diversifizierter Rohstoffkonzern mit wachsender Kupferposition zu positionieren.
Von der Rekordrally des Goldpreises – ein Anstieg von über 60 % im Jahr 2025 – konnte die Aktie grundsätzlich profitieren. Zeitweise blieb die Entwicklung allerdings hinter reinen Goldproduzenten zurück, vor allem wegen der politischen Risiken in Ländern wie Mali. Die nun gesicherte Kontrolle über Loulo-Gounkoto nimmt hier einen wesentlichen Belastungsfaktor aus dem Marktbild.
Blick auf 2026
Der nächste zentrale Termin ist der Jahresbericht, der für Mitte Februar erwartet wird. Im Fokus stehen:
- der Ergebnisbeitrag aus dem starken Goldpreisjahr 2025
- die Belastung durch die 430-Millionen-Zahlung und die Exportunterbrechung in Mali
- die aktualisierte Prognose für 2026, insbesondere zur Rückkehr der Mali-Minen auf Volllast
- mögliche Auswirkungen auf künftige Dividendenpolitik
Entscheidend für den weiteren Kursverlauf dürfte sein, wie das Management die Brücke schlägt zwischen kurzfristigen Sondereffekten aus Mali und der mittelfristig wieder stabileren Produktionsbasis mit Loulo-Gounkoto als Kernasset.
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