Barrick Gold sorgt zum Wochenausklang für Bewegung an den Märkten. Der Goldriese holt sich mit einer Personalentscheidung hochkarätige Expertise von Goldman Sachs in den Vorstand und profitiert gleichzeitig von Finanzierungsplänen eines Partners. Während der Aktienkurs nahe dem Rekordhoch notiert, positioniert sich das Unternehmen strategisch neu für die kommenden Herausforderungen.

Neuer Finanzvorstand von Goldman Sachs

Die wichtigste Nachricht betrifft die Führungsebene: Helen Cai wurde zur neuen Finanzchefin (CFO) ernannt und tritt ihr Amt am 1. März 2026 an. Sie folgt auf Graham Shuttleworth und bringt über zwei Jahrzehnte Erfahrung von der Investmentbank Goldman Sachs mit.

Marktbeobachter werten diesen Wechsel als entscheidenden Schritt. In einem Umfeld historisch hoher Rohstoffpreise dürfte der Fokus der neuen Finanzchefin vor allem auf einer optimierten Kapitalallokation liegen. Die Aktie reagierte positiv auf die Nachricht und notiert aktuell bei 43,12 Euro, was einem neuen 52-Wochen-Hoch entspricht.

Möglicher Geldregen durch Partner Novagold

Zusätzliche Fantasie weckt ein Vorgang beim Partnerunternehmen Novagold Resources. Dieses kündigte eine Kapitalerhöhung an, die am heutigen Freitag auf 300 Millionen US-Dollar aufgestockt wurde. Für Barrick ist dies relevant, da Novagold beabsichtigt, einen Teil der Erlöse zur Begleichung einer Schuldverschreibung zu nutzen.

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Konkret besitzt Novagold die Option, eine Verbindlichkeit gegenüber Barrick vorzeitig für 100 Millionen US-Dollar abzulösen. Da der nominelle Wert der Schuld inklusive Zinsen deutlich höher liegt, wäre die Ausübung dieser Option für Novagold attraktiv und würde Barrick einen sofortigen Cash-Zufluss bescheren. Die erfolgreiche Finanzierung macht dieses Szenario nun sehr wahrscheinlich.

Politische Risiken sinken

Für Erleichterung bei Investoren sorgt zudem die Beilegung des Konflikts mit der Militärregierung in Mali. Barrick hat die volle operative Kontrolle über den Loulo-Gounkoto-Goldkomplex zurückgewonnen. Da es sich hierbei um ein sogenanntes "Tier 1"-Asset handelt, entfernt diese Einigung eine signifikante Unsicherheitskomponente, die zuletzt auf der Stimmung lastete.

Ausblick

Der Fokus der Anleger richtet sich nun auf den 5. Februar 2026. An diesem Datum wird Barrick Gold seine Quartalszahlen vorlegen. Es wird die erste Gelegenheit für das Management sein, Details zur Strategie unter der neuen Finanzführung zu erläutern und den möglichen Mittelzufluss durch Novagold zu kommentieren. Analysten werden besonders genau hinhören, wie das Unternehmen die gestärkte Bilanz in Zukunft nutzen will.

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