Barrick Gold Aktie: Übernahmekampf droht
Barrick Gold steht vor einem Umbruch. Am 1. März 2026 übernimmt Helen Cai die Position der Finanzchefin – der nächste Führungswechsel in einer Serie von Abgängen seit dem plötzlichen Weggang von CEO Mark Bristow im September 2025. Doch viel brisanter: Konkurrent Newmont Corporation soll laut Berichten eine feindliche Übernahme der wertvollen Nevada-Assets prüfen. Gleichzeitig treibt der Goldpreis auf Rekordniveau über 4.700 US-Dollar je Unze – und heizt die Übernahmefantasie weiter an.
Führungswechsel in turbulenten Zeiten
Graham Shuttleworth verlässt Barrick nach sieben Jahren als CFO. Seine Nachfolgerin Helen Cai bringt mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung in der Bergbaufinanzierung mit. Sie war unter anderem bei Goldman Sachs und der chinesischen Investmentbank CICC tätig und zählte wiederholt zu den bestbewerteten Analysten in der Branche.
Interim-CEO Mark Hill kommentiert die Personalie routiniert: Cais Expertise sei wertvoll, um Leistung und Shareholder Value zu steigern. Die Formulierung klingt nach Krisenmodus – was angesichts der aktuellen Lage kaum überrascht. Seit Bristows Abgang hat sich die Führungsriege deutlich verändert. Hill selbst gilt nur als Übergangslösung, während das Unternehmen strategische Optionen prüft.
Newmont will Nevada Gold Mines
Das eigentliche Drama spielt sich hinter den Kulissen ab. Newmont Corporation soll erstklassige M&A-Berater engagiert haben, um eine Übernahme von Barricks 61,5-Prozent-Anteil an Nevada Gold Mines zu prüfen. Das Joint Venture der beiden Konzerne gilt als größter Goldkomplex der Welt – und Newmont will offenbar die volle Kontrolle.
Die Ausgangslage:
- Barrick hält 61,5% an Nevada Gold Mines
- Newmont besitzt die restlichen 38,5%
- Analyst Shane Nagle von National Bank Financial sieht jede neue Barrick-Struktur als potenzielles Übernahmeziel
- Aktivist Elliott Management hat angeblich eine Milliarden-Position aufgebaut und drängt auf Umstrukturierung
Barrick bereitet offenbar einen Gegenzug vor: Ein Börsengang der nordamerikanischen Assets – intern "NewCo" genannt – soll den Wert dieser Sparte sichtbar machen. Die Idee dahinter: Der Markt unterschätzt derzeit die profitablen US-Assets, weil sie mit riskanteren Minen in Afrika und Pakistan gebündelt sind. Die Abspaltung könnte diese Diskrepanz auflösen.
Goldpreis als Brandbeschleuniger
Der Zeitpunkt der Auseinandersetzung ist kein Zufall. Gold erreichte am 20. Januar 2026 ein Allzeithoch von über 4.737 US-Dollar je Unze – befeuert durch geopolitische Spannungen. Seit Jahresbeginn legte das Edelmetall rund 10 Prozent zu.
Die Rekordpreise machen Übernahmen von produzierenden Minen attraktiver als teure Explorationsprojekte. Seit 2016 haben die großen Goldproduzenten weniger als die Hälfte der geförderten Mengen durch neue Entdeckungen ersetzt. Konsolidierung ist die logische Folge – und Nevada Gold Mines steht ganz oben auf der Wunschliste.
Entscheidung steht kurz bevor
Am 5. Februar 2026 legt Barrick die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor. Analysten erwarten ein EPS von 0,89 US-Dollar bei Erlösen von 5,15 Milliarden US-Dollar – ein Umsatzplus von 41 Prozent im Jahresvergleich. Wichtiger als die Zahlen selbst dürfte jedoch sein, ob das Management den geplanten Börsengang der Nordamerika-Sparte offiziell ankündigt.
22 Analysten bewerten die Aktie derzeit mit durchschnittlich "Moderate Buy". Die Frage ist: Gelingt Barrick die Defensive durch den Spin-off – oder wird das Unternehmen zum Ziel einer der größten Bieterschlachten der Bergbaugeschichte?
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