Barrick treibt den Umbau des Konzerns voran – und will dafür seine wichtigsten nordamerikanischen Gold-Assets in eine neue Gesellschaft auslagern. Geplant ist ein Börsengang dieser Einheit für Ende 2026. Parallel meldete das Unternehmen Rekordergebnisse für das vierte Quartal 2025 und legt bei Dividende sowie Aktienrückkäufen nach.

Wichtige Punkte auf einen Blick:
- IPO-Ziel: Ende 2026, Verkauf von 10–15% der neuen Einheit
- Q4-Rekord: Operativer Cashflow 2,73 Mrd. US-Dollar, Free Cashflow 1,62 Mrd. US-Dollar
- Dividende Q4: 0,42 US-Dollar je Aktie (+140% gegenüber Q3)
- Rückkäufe 2025: 1,5 Mrd. US-Dollar (rund 3,0% der ausstehenden Aktien)

Nordamerika-Assets sollen an die Börse

Der Vorstand hat laut Unternehmensangaben und Bloomberg Vorbereitungen für den Börsengang einer neuen Gesellschaft („NewCo“) freigegeben. In diese Einheit sollen Barricks Beteiligungen an Nevada Gold Mines (Joint Venture) sowie an Pueblo Viejo in der Dominikanischen Republik (Joint Venture) eingebracht werden. Hinzu kommt die unternehmenseigene Fourmile-Entdeckung in Nevada.

CEO Mark Hill sagte Investoren, Barrick wolle im Rahmen des IPO 10% bis 15% von „NewCo“ platzieren und selbst eine bedeutende Kontrollmehrheit behalten. Minen und Projekte in als risikoreicher eingestuften Regionen wie Afrika und Pakistan verbleiben demnach bei der Muttergesellschaft. Die Abspaltung zielt damit klar auf eine Trennung zwischen nordamerikanischen Kernassets und übrigen Regionen.

Zur möglichen Bewertung kursieren bereits hohe Erwartungen: Ein Analyst von Bloomberg Intelligence hält – bei einer vergleichbaren Prämie wie beim nordamerikanischen Wettbewerber Agnico Eagle – eine Bewertung von knapp 62 Mrd. US-Dollar für möglich. Auch die „Financial Post“ nannte eine Größenordnung von über 60 Mrd. US-Dollar.

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Rekordquartal und neue Ausschüttungslogik

Zeitgleich mit den IPO-Plänen veröffentlichte Barrick die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025. Treiber waren laut den Berichten vor allem höhere realisierte Metallpreise, die sich deutlich in Cashflow und Ergebnis niederschlugen.

Im vierten Quartal erzielte Barrick einen operativen Cashflow von 2,73 Mrd. US-Dollar. Der Free Cashflow lag bei 1,62 Mrd. US-Dollar und damit 9% über dem Vorquartal. Der Nettogewinn erreichte 2,41 Mrd. US-Dollar bzw. 1,43 US-Dollar je Aktie – laut Unternehmen der höchste Quartalswert beim Ergebnis je Aktie in der Firmengeschichte. Die Goldproduktion stieg gegenüber Q3 um 5% auf 871.000 Unzen, die Kupferproduktion legte um 13% auf 62.000 Tonnen zu.

Für das Gesamtjahr 2025 meldete Barrick 3,26 Mio. Unzen Gold und 220.000 Tonnen Kupfer – im Rahmen der Prognose.

Bei der Dividende geht Barrick ebenfalls in die Offensive: Für Q4 kündigte der Konzern 0,42 US-Dollar je Aktie an, ein Plus von 140% gegenüber Q3. Auszahlung ist am 16. März, Stichtag für die Dividendenberechtigung ist der Geschäftsschluss am 27. Februar.

Zudem führte Barrick eine neue Dividendenpolitik ein: Ziel ist eine jährliche Gesamtausschüttung von 50% des zurechenbaren Free Cashflows. Konkret besteht sie aus einer festen Basisdividende von 0,175 US-Dollar je Aktie und einem erfolgsabhängigen Zusatz zum Jahresende.

Rückkäufe und Ausblick 2026

Im vierten Quartal kaufte Barrick rund 12,11 Mio. Aktien zurück. Auf das Gesamtjahr summierten sich die Rückkäufe auf etwa 51,90 Mio. Aktien – rund 3,0% der ausstehenden Aktien – für insgesamt 1,5 Mrd. US-Dollar, davon 500 Mio. US-Dollar im vierten Quartal.

Für 2026 stellt Barrick eine Goldproduktion von 2,9 bis 3,25 Mio. Unzen sowie eine Kupferproduktion von 190.000 bis 220.000 Tonnen in Aussicht. Als Schwerpunkt nennt das Unternehmen das Fourmile-Projekt in Nevada: 2026 soll dort ein wichtiges Jahr werden, die Ausgaben für Bohrprogramme sollen deutlich steigen.

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