Barrick Aktie: Rekordjahr vollendet
Der weltgrößte Goldproduzent Barrick Mining aus Toronto schließt das Jahr 2025 mit einem fulminanten Kursplus von 172,5 Prozent ab. Der Rückenwind kommt direkt vom Goldpreis, der im Jahresverlauf um 62 Prozent zulegte und zeitweise sogar 70 Prozent im Plus notierte. Die Frage: Trägt das operative Geschäft diese Bewertung?
Rekord-Cashflow im dritten Quartal
Die Zahlen des dritten Quartals 2025 liefern eine klare Antwort. Barrick erwirtschaftete einen operativen Cashflow von 2,4 Milliarden US-Dollar – ein neuer Rekordwert. Der freie Cashflow erreichte 1,5 Milliarden Dollar, was einem Plus von 82 Prozent gegenüber dem Vorquartal entspricht.
Die Produktion belief sich auf 829.000 Unzen Gold und 55.000 Tonnen Kupfer. Für das Gesamtjahr 2025 peilt das Unternehmen eine Goldförderung zwischen 3,15 und 3,5 Millionen Unzen an. Damit bleibt Barrick die Nummer zwei weltweit, knapp hinter Newmont Corp.
Das Management zeigt sich selbstbewusst: Neben einer regulären Quartalsdividende von 0,125 Dollar schüttete Barrick eine Sonderdividende von 0,05 Dollar aus. Parallel läuft ein Aktienrückkaufprogramm über eine Milliarde Dollar.
Zentralbanken als Strukturtreiber
Der Goldpreis-Rally liegt ein fundamentaler Nachfragetrend zugrunde. Zentralbanken weltweit verdoppelten ihre Goldkäufe im Jahr 2025 mehr als üblich. Die Treiber: Sorgen um die Stabilität der Fiatwährungen und eine US-Staatsverschuldung von 120 Prozent des BIP.
Davon profitiert Barrick durch seine vertikale Integration. Das Unternehmen kontrolliert nicht nur Minen, sondern auch Raffinerien über Joint Ventures in Südafrika und Nevada. Diese Fähigkeit, standardisierte Barren nach London Bullion Market Association-Spezifikation zu produzieren, verschafft dem Konzern einen Wettbewerbsvorteil gegenüber reinen Förderunternehmen.
Strategische Weichenstellungen
Im Dezember 2025 kündigte Barrick an, einen Börsengang seiner nordamerikanischen Goldaktiva zu prüfen. Die mögliche Abspaltung deutet darauf hin, dass das Management seine Nevada-Operationen im aktuellen Aktienkurs unterbewertet sieht.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Barrick?
Weitere strategische Schritte umfassen:
- Abschluss der Tongon-Transaktion (Dezember 2025)
- Abschluss der Hemlo-Transaktion (November 2025)
- Ausbau der Lumwana Super Pit-Mine in Sambia
- Entwicklung des Reko-Diq-Projekts in Pakistan
Analysten heben Kursziele an
Die Investmentbank Jefferies stufte Barrick im Dezember zu ihrem Top-Pick unter den großkapitalisierten Goldproduzenten hoch und hob das Kursziel von 46 auf 55 Dollar an. BNP Paribas Exane verbesserte das Rating von Neutral auf Outperform mit einem Ziel von 50 Dollar.
Jefferies-Analyst Fahad Tariq erwartet für 2026 steigende Margen bei den Goldproduzenten, da bislang keine größere Kosteninflation sichtbar sei. Die freien Cashflows sollten im Jahresvergleich weiter wachsen.
Bewertung nach der Rally
Bei einer Marktkapitalisierung von rund 74 Milliarden Dollar liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis aktuell bei 21 auf Basis der erzielten Gewinne. Der Gewinn je Aktie beträgt 2,08 Dollar. Die nächsten Quartalszahlen veröffentlicht Barrick am 11. Februar 2026. Die Dividendenrendite liegt bei etwa 1,6 Prozent.
Die 52-Wochen-Spanne von 15,31 bis 46,45 Dollar zeigt die dramatische Neubewertung im Verlauf des Jahres 2025. Barrick operiert in 18 Ländern auf fünf Kontinenten und betreibt sechs Tier-One-Goldminen. Diese geografische Diversifikation bietet Schutz gegen regionale Störungen.
Der Februar-Termin dürfte zeigen, ob die operativen Fortschritte mit der Kursentwicklung Schritt halten können.
Barrick: Kaufen oder verkaufen?! Neue Barrick-Analyse vom 3. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Barrick-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Barrick-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 3. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Barrick: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








