Automatic Data Processing Aktie: Patzer aufgedeckt!
Gute Quartalszahlen und ein neues milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm reichen aktuell nicht aus, um die Anleger bei ADP zu überzeugen. Statt einer Rallye markierte das Papier am vergangenen Freitag ein neues 52-Wochen-Tief bei 230,77 US-Dollar. Warum straft der Markt den Titel trotz solider operativer Fortschritte so hart ab?
- Umsatz Q2 2026: 5,4 Mrd. USD (+6 %)
- Gewinn je Aktie: 2,62 USD (Erwartet: 2,57 USD)
- Aktienrückkauf: 6 Mrd. USD neu autorisiert
- Dividende: 1,70 USD pro Quartal
Starke operative Performance
Dabei lieferte ADP Ende Januar eigentlich überzeugende Daten. Der Umsatz im zweiten Geschäftsquartal stieg im Vergleich zum Vorjahr auf 5,4 Milliarden US-Dollar. Auch die Profitabilität legte zu: Die bereinigte EBIT-Marge verbesserte sich um 80 Basispunkte, während der bereinigte Gewinn je Aktie um elf Prozent wuchs. Das Management verwies insbesondere auf ein robustes internationales Geschäft und eine starke Nachfrage nach Compliance-Lösungen in den USA.
Rückkäufe und Dividendenkontinuität
Parallel zu den Geschäftszahlen setzt das Unternehmen verstärkt auf Kapitalrückführungen. Mitte Januar genehmigte der Vorstand ein neues Aktienrückkaufprogramm im Volumen von sechs Milliarden US-Dollar. Zudem wurde die Quartalsdividende von 1,70 US-Dollar bestätigt, die am 1. April ausgezahlt wird. Mit dieser Ausschüttung hält ADP eine bemerkenswerte Serie aufrecht: Seit mittlerweile 51 Jahren wurde die Dividende jedes Jahr angehoben.
Schwache Arbeitsmarktdaten belasten
Der Grund für den jüngsten Kursdruck liegt vermutlich weniger in der Bilanz als vielmehr im Branchenumfeld. Der am vergangenen Mittwoch veröffentlichte Arbeitsmarktbericht von ADP für den US-Privatsektor enttäuschte mit lediglich 22.000 neuen Stellen im Januar. Besonders kritisch werteten Marktbeobachter den Stellenabbau im Bereich der professionellen Dienstleistungen, wo 57.000 Arbeitsplätze verloren gingen – ein Segment, das für das Kerngeschäft von ADP essenziell ist.
Um der veränderten Dynamik am Arbeitsmarkt zu begegnen, forcierte ADP zuletzt die technologische Transformation. Mit „ADP Assist“ wurden Ende Januar KI-Agenten eingeführt, die HR-Prozesse und Lohnbuchhaltung automatisieren sollen. CEO Maria Black sieht in der Integration neuer Plattformen den entscheidenden Faktor, um die Effizienz für Kunden trotz des schwierigen makroökonomischen Umfelds zu steigern.
Am 29. April wird ADP voraussichtlich die nächsten Quartalszahlen vorlegen. Dann wird sich zeigen, ob die technologische Neuausrichtung die Schwäche im US-Dienstleistungssektor kompensieren kann.
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