EnQuest Aktie: Steuerlast und Expansion
Der britische Ölproduzent EnQuest navigiert derzeit durch ein anspruchsvolles fiskalisches Umfeld in der Nordsee. Während die dauerhaft hohe Steuerlast von 78 % die gesamte Branche unter Druck setzt, nutzt das Unternehmen interne Steuervorteile und treibt seine Expansion in Südostasien voran. Gelingt es EnQuest, die Belastungen am Heimatmarkt durch profitables Wachstum in Übersee auszugleichen?
- Steuerdruck: Britischer Sondersteuersatz verharrt bei 78 %.
- Produktion: 2025er-Ziele mit 45.487 Boepd am oberen Ende der Erwartungen.
- Wachstum: Gasprojekt in Malaysia startet neun Monate vor Zeitplan.
- Absicherung: 3,3 Millionen Barrel für 2026 zu durchschnittlich 69 USD/bbl gehedgt.
Fiskaler Druck in der Nordsee
Die Entscheidung, das aktuelle Sondersteuer-Regime beizubehalten, bedeutet für Produzenten in der britischen Nordsee weiterhin einen Spitzensteuersatz von 78 %. Branchenanalysen vom 5. Februar warnen bereits vor den langfristigen Folgen für die Wirtschaftlichkeit reifer Ölfelder. EnQuest verfügt jedoch über eine Besonderheit: Umfangreiche steuerliche Verlustvorträge im Vereinigten Königreich dienen als strategischer Puffer. Diese ermöglichen es dem Management, die Auswirkungen der Sondersteuer (Energy Profits Levy) abzufedern und die Konsolidierung der Nordsee-Aktivitäten fortzusetzen.
Operative Stärke und Diversifizierung
Operativ verlief das Geschäftsjahr 2025 erfolgreich. Bis Ende November lag die durchschnittliche Förderung bei 45.487 Barrel Öläquivalent pro Tag (Boepd). Damit übertrifft das Unternehmen leicht das obere Ende der eigenen Prognosespanne von 40.000 bis 45.000 Boepd.
Parallel dazu macht die geografische Diversifizierung Fortschritte. In Malaysia wurde das Gasprojekt "Seligi 1b" deutlich früher als geplant fertiggestellt. Seit Januar läuft die volle Produktion, die rund 6.000 Boepd beisteuern soll. Dieses Projekt generiert Cashflow außerhalb des britischen Steuersystems und weist zudem niedrigere Betriebskosten auf.
Liquidität und Risikomanagement
Finanziell stützt sich die Gruppe auf eine im November abgeschlossene Kreditlinie (Reserves-Based Lending) über 800 Millionen USD. Diese Vereinbarung mit einer Laufzeit von sechs Jahren sichert die Liquidität für künftige Investitionen und vereinfacht die Handhabung von Rückbauverpflichtungen.
Gegen Preisschwankungen am Ölmarkt hat sich EnQuest für das laufende Jahr abgesichert. Rund 3,3 Millionen Barrel sind zu einem Durchschnittspreis von 69 USD gehedgt. Weitere 0,1 Millionen Barrel sind über Preisspannen (Zero-Cost Collars) zwischen 53 USD und 81 USD geschützt.
Im weiteren Verlauf des Februars wird das Management die neue Marktprognose für 2026 veröffentlichen. Im Fokus stehen dabei die Fortschritte bei Gasimport-Lösungen für die Felder Kraken und Bressay, die darauf abzielen, die Emissionen sowie die langfristigen Betriebskosten zu senken.
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