ASML steht vor einer der entscheidendsten Handelswochen des Jahres. Der niederländische Halbleiter-Ausrüster notiert auf Rekordhöhen – nur Tage vor den Quartalszahlen am 28. Januar. Die Aktie schloss am Freitag bei 1.389,04 Dollar an der NASDAQ, ein Minus von 0,43 Prozent. Doch die kleine Schwäche täuscht: Nach einer Rally von über 40 Prozent in den vergangenen Monaten haben sich die Vorzeichen dramatisch verschoben. Analysten sprechen von einem „perfekten Szenario", das bereits eingepreist sei – ein flüchtiger Blick auf die technischen Indikatoren zeigt die Spannung.

Überkauft, aber fundamental getrieben

Der Relative Strength Index (RSI) kratzt am überkauften Bereich – normalerweise ein Warnsignal für kurzfristige Konsolidierungen. Doch die fundamentale Unterfütterung ist massiv: TSMC, ASMLs größter Kunde, hat kürzlich Investitionen von bis zu 56 Milliarden Dollar für 2026 angekündigt. Diese Kapitaloffensive bestätigt die These, dass die KI-Infrastruktur-Story nicht nur Theorie ist, sondern sich in handfesten Bestellungen niederschlägt.

Genau hier liegt die Krux: Die Bewertung verlangt makellose Ausführung. Jede Abweichung von den hohen Erwartungen könnte eine scharfe Korrektur auslösen.

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Analysten im Wettstreit: Von 1.642 Dollar bis zur Abstufung

Die Wall Street hat ihre Prognosen in den vergangenen Wochen deutlich angehoben – doch die Meinungen gehen auseinander:

  • Bernstein schraubte das Kursziel auf 1.642 Dollar hoch (zuvor 1.528 Dollar) und bekräftigt „Outperform". Analyst David Dai sieht übersehenes Potenzial im Deep-Ultraviolet-Geschäft (DUV), zusätzlich zur EUV-Dominanz.
  • Morgan Stanley erklärte ASML zum „Top Pick" und hob das Ziel auf 1.400 Euro (ca. 1.520 Dollar) an. Die Bank verweist auf höhere Investitionen bei Foundries und im Speicherbereich für 2027.
  • RI Research hingegen stufte ab auf „Buy" – mit der Warnung, dass die rasante Kursrally ein perfektes Szenario bereits vorwegnehme. Spielraum für Enttäuschungen gebe es kaum noch.

Diese Divergenz heizt die Nervosität vor dem 28. Januar weiter an. Fundamentale Bullen sehen den Weg Richtung 1.600 Dollar und darüber. Bewertungskritiker befürchten einen Rückschlag, falls die Prognosen nur „gut" statt „spektakulär" ausfallen.

Drei Kennzahlen entscheiden alles

Die Zahlen am kommenden Mittwoch sind kein normaler Quartalsbericht. Der Markt fordert klare Beweise, dass die Höchstbewertung gerechtfertigt ist:

  • Auftragseingang: Muss deutlich anziehen, um die TSMC-Story zu bestätigen.
  • Ausblick 2026: Anleger erwarten die klare Ansage, dass das „Übergangsjahr" 2025 endgültig abgehakt ist.
  • Bruttomarge: Sollte trotz Inflationsdruck stabil bei 51-52 Prozent liegen.

Die technische Weichenstellung

Charttechnisch verteidigt ASML die Marke von 1.380 Dollar. Ein Bruch darunter könnte einen Test der 1.300-Dollar-Zone auslösen. Gelingt jedoch ein überzeugender Ausbruch über 1.400 Dollar – etwa durch starke Quartalszahlen – wäre der Weg Richtung 1.500 Dollar frei und würde die neuen Analystenziele validieren. Die Volatilität Mitte kommender Woche dürfte den Trend für das erste Quartal 2026 maßgeblich prägen.

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