ASML Aktie: Doppelter Rückenwind
Der niederländische Technologiekonzern ASML zementiert seine Schlüsselrolle im globalen KI-Wettlauf. Während Analysten den europäischen Halbleitersektor neu bewerten, sorgt vor allem der wichtigste Kunde TSMC für Aufsehen: Eine massive Erhöhung der Investitionsausgaben deutet auf prall gefüllte Auftragsbücher hin. Anleger stellen sich nun die Frage: Rechtfertigen diese Fundamentalaten den jüngsten Höhenflug der Aktie?
TSMC öffnet die Geldschleusen
Verantwortlich für die optimistische Stimmung ist primär eine Ankündigung von TSMC (Taiwan Semiconductor Manufacturing Company). Der wichtigste Kunde von ASML plant für das Jahr 2026 Investitionsausgaben (CapEx) zwischen 52 und 56 Milliarden Dollar. Dieser Wert übertrifft die bisherigen Markterwartungen von rund 46 Milliarden Dollar deutlich.
Die geplante Steigerung um rund 21 Prozent fließt maßgeblich in fortschrittliche Prozesstechnologien. Für ASML ist dies ein direktes Signal für künftiges Wachstum: Um diese Chips zu fertigen, benötigt TSMC zwingend die hochmodernen EUV-Lithografiesysteme der Niederländer. Marktbeobachter werten diesen Schritt als Bestätigung, dass der Flaschenhals im KI-Sektor nicht mehr beim Design, sondern bei den Produktionskapazitäten liegt.
Analysten sehen weiteres Potenzial
Flankiert wird die Nachricht aus Taiwan von einer positiven Einschätzung durch Morgan Stanley. Die Investmentbank stufte den europäischen Halbleitersektor am Dienstag auf „Overweight“ hoch und hob dabei ASML als zentralen Profiteur des Infrastruktur-Ausbaus für Künstliche Intelligenz hervor.
Auch andere Häuser zogen nach der TSMC-Meldung nach:
* JPMorgan erhöhte das Kursziel auf 1.518 Dollar.
* RBC Capital nahm die Bewertung mit „Outperform“ und einem Ziel von 1.550 Dollar auf.
Trotz einer leichten Verschnaufpause im heutigen Handel auf 1.115,20 Euro (-0,23 %) ist das Momentum der Aktie unverkennbar. Auf Sicht von 30 Tagen verzeichnet das Papier ein Plus von über 24 Prozent und notiert nur knapp unter dem 52-Wochen-Hoch. Die Marktkapitalisierung hat die Schwelle von 500 Milliarden Dollar überschritten, was ASML zum wertvollsten Technologieunternehmen Europas macht.
Fokus auf den 28. Januar
Der Blick der Anleger richtet sich nun fest auf den kommenden Mittwoch, den 28. Januar 2026. Dann wird ASML seine Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 präsentieren. Analysten erwarten einen Umsatz zwischen 9,2 und 9,8 Milliarden Euro. Entscheidend wird jedoch die Kennzahl der „Net Bookings“ (Netto-Auftragseingänge) sein. Diese Zahl wird zeigen, ob sich die angekündigten Investitionen von Großkunden wie TSMC bereits in festen Bestellungen niedergeschlagen haben.
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