ASML Aktie: Bilanzanalyse veröffentlicht
ASML gerät heute in einem nervösen Marktumfeld unter Druck. Geopolitische Spannungen und neue Zollrisiken belasten den gesamten Technologiesektor, während mehrere große Häuser ihre Kaufempfehlungen für den Chipausrüster bekräftigen. Entscheidend wird nun, ob die anstehenden Quartalszahlen die hohen Erwartungen rechtfertigen können.
- Aktueller Kurs: ca. 1.128,80 EUR (-1,16%)
- US-Schlusskurs gestern: 1.326,07 USD (-2,39%)
- Citi-Kursziel: 1.400,00 EUR
- Marktkapitalisierung: rund 440 Mrd. EUR
- Q4-Zahlen: Veröffentlichung am 28. Januar
- Konsensgewinn Q4: 8,85 USD je Aktie (+21,2% erwartet)
Analysten stützen die Aktie
Trotz der heutigen Schwäche im Technologiesektor erhält ASML deutlichen Rückhalt von der Analystenseite. Citi-Analyst Andrew Gardiner bestätigte seine Kaufempfehlung und sieht das Kursziel bei 1.400,00 EUR. Gegenüber dem aktuellen Kurs signalisiert das ein spürbares Aufwärtspotenzial.
Auch UBS-Analyst Francois Xavier Bouvignies votiert mit „Buy“. Der Kurs bewegt sich in Europa derzeit um 1.128,80 bis 1.131,90 EUR und liegt damit rund 1,16 % unter dem Vortag. Im US-Handel war die Aktie gestern bereits um 2,39 % auf 1.326,07 USD gefallen.
Im Januar hatten zudem Bernstein die Einstufung auf „Outperform“ mit einem Ziel von 1.528 USD angehoben und RBC Capital die Beobachtung mit „Outperform“ gestartet. Diese Einschätzungen deuten darauf hin, dass große Adressen die aktuelle Schwächephase vor allem als Reaktion auf externe Risiken einordnen.
Makrorisiken dominieren kurzfristig
Der Druck auf Technologiewerte steht in direktem Zusammenhang mit einem deutlichen „Risk-Off“-Modus an den Märkten. Heute verliert der Dow Jones 870 Punkte, der Nasdaq gibt 2,4 % ab und verzeichnet damit den schwächsten Handelstag seit Oktober. Der europäische Leitindex Euro Stoxx 50 liegt etwa 0,56 % im Minus.
Auslöser sind die Zuspitzung der sogenannten „Greenland-Krise“ und neue Strafzoll-Drohungen aus den USA. Die US-Regierung stellt Zölle von 10 % ab Anfang Februar und 25 % ab Juni auf Exporte im Volumen von 100 Mrd. USD in Aussicht. Diese Perspektive belastet vor allem exportabhängige Technologie- und Halbleiterwerte und überdeckt kurzfristig unternehmensspezifische Faktoren entlang der gesamten Chip-Wertschöpfungskette.
Blick auf die Q4-Zahlen
Im Fokus steht nun der Zahlenbericht für das vierte Quartal, den ASML am 28. Januar vorlegen will. Trotz der Marktverwerfungen liegen die Erwartungen hoch. Laut Zacks Investment Research rechnen Analysten im Schnitt mit einem Gewinn von 8,85 USD je Aktie. Das entspräche einem Plus von 21,2 % gegenüber dem Vorjahresquartal.
Zur Einordnung: Im dritten Quartal (per 30. September) erzielte ASML einen Nettogewinn von 2,12 Mrd. EUR bei Umsätzen von 7,52 Mrd. EUR. An der Börse wird das Unternehmen derzeit mit rund 440 Mrd. EUR bewertet. Die kommenden Zahlen werden deshalb genau darauf geprüft, ob das operative Wachstum mit dieser Bewertung Schritt hält oder Anpassungen erforderlich werden.
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